Laut einem Bericht der NK News

Nordkoreas Außenminister ausgewechselt

Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho soll im Zuge einer größeren Kabinettsumbildung abgelöst worden sein. Sie könnte einen Wechsel in Nordkoreas Diplomatie andeuten, berichtet die Nachrichtenseite NK News.
18.01.2020, 16:45
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Nordkoreas Außenminister ausgewechselt

Ri Yong Ho war bislang Außenminister von Nordkorea, nun wurde er abgesetzt.

-/kyodo/dpa

Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho soll nach einem Bericht der Nachrichtenseite NK News abgelöst worden sein. Der Name seines Nachfolgers werde sehr wahrscheinlich am Donnerstag während einer Veranstaltung oder sogar vorher bekanntgegeben, schrieb das in Südkorea ansässige Portal unter Berufung auf Quellen in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang. Die Absetzung war demnach im Zuge einer größeren Kabinettsumbildung erfolgt. Sie könnte einen Wechsel in Nordkoreas Diplomatie andeuten, wie es weiter hieß.

Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist in dem weitgehend isolierten kommunistischen Land nicht möglich.

Ri war seit 2016 Außenminister. Er hatte unter anderem an den gescheiterten Atomgesprächen mit US-Präsident Donald Trump in Vietnams Hauptstadt Hanoi im vergangenen Februar teilgenommen und anschließend auf einer Pressekonferenz als Sprecher Nordkoreas gewirkt. Im August beschimpfte Ri seinen US-amerikanischen Amtskollegen Mike Pompeo als „hartnäckiges Gift der US-Diplomatie“. Hintergrund waren Interviewäußerungen Pompeos, wonach die USA an den Sanktionen gegen Nordkorea festhalten, solange dessen kommunistische Führung ihr Atomwaffenprogramm nicht aufgibt.

Seit dem gescheiterten Gipfel zwischen Machthaber Kim Jong Un und Trump im vergangenen Februar stagnieren nicht nur die Atomgespräche, auch die innerkoreanischen Beziehungen sind nicht mehr vorangekommen. Kim und Trump hatten sich nicht auf einen Fahrplan für die atomare Abrüstung Nordkoreas und die Gegenleistungen der USA einigen können. Auf eine Absetzung Ris hatte zunächst ein Foto führender nordkoranischer Parteifunktionäre hingedeutet, auf dem Ri fehlte. Dies heizte Spekulationen an. (dpa)

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