USA Obama bekräftigt Gesprächsangebot an Iran

Washington/Teheran. US-Präsident Barack Obama hat im Atomkonflikt mit dem Iran sein Gesprächsangebot an die Teheraner Führung bekräftigt. Er kritisierte aber zugleich die bisherige Verweigerungshaltung und drohte mit Konsequenzen.
20.03.2010, 20:20
Lesedauer: 1 Min
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Washington/Teheran. US-Präsident Barack Obama hat im Atomkonflikt mit dem Iran sein Gesprächsangebot an die Teheraner Führung bekräftigt. Er kritisierte aber zugleich die bisherige Verweigerungshaltung und drohte mit Konsequenzen.

Obama äußerte sich am Samstag in einer Internet- Videobotschaft zum Frühlingsfest Newroz und wandte sich dabei - wie schon im vergangenen Jahr - direkt an die iranische Bevölkerung.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad zeigte sich in seiner Ansprache zum persischen Neujahr dagegen unbeeindruckt: «Jedwede Maßnahme der internationalen Gemeinschaft werden wir in neue Gelegenheiten ummünzen», sagte er mit Blick auf mögliche weitere Sanktionen gegen sein Land. Etwaige Angriffe auf die iranischen Atomanlagen würden damit beantwortet, das «wir unseren Feinden die Hand abscheiden».

Obama sagte, die USA hätten Achtung vor der Würde jedes einzelnen Menschen und wollten eine Zukunft, in der Iraner ihre Rechte ausüben könnten. «Das schließt das Recht ein, frei zu sprechen, sich frei ohne Furcht zu versammeln, das Recht auf Gleichbehandlung in der Justiz und darauf, die eigene Meinung ohne Angst vor Vergeltungsmaßnahmen...zum Ausdruck zu bringen.» Konkret sprach sich Obama unter anderem für einen verstärkten Studentenaustausch aus.

Der Präsident bedauerte, dass die Teheraner Führung bisher alle gut gemeinten Vorschläge der internationalen Gemeinschaft zur Lösung des Atomproblems zurückgewiesen hätten. «Sie haben auf die ausgestreckt Hand mit einer geballten Faust reagiert.» Obama fuhr fort: «In aller Klarheit: Wir arbeiten mit der internationalen Gemeinschaft zusammen, die iranische Regierung zur Rechenschaft zu ziehen, weil sie sich weigert, ihren internationalen Verpflichtungen zu entsprechen.» Der Präsident bezog sich dabei auf eine angestrebte Verschärfung von Sanktionen. (dpa)

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