USA Obama hält trotz Gewalt am Irak-Abzug fest

Washington/Bagdad. Ungeachtet der Welle der Gewalt im Irak hält US-Präsident Barack Obama an seinen Rückzugsplänen fest. Nach sieben Jahren Krieg seien die US-Soldaten dabei, ihre Kampfmission zu beenden, bekräftigte Obama am Samstag.
28.08.2010, 18:10
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Washington/Bagdad. Ungeachtet der Welle der Gewalt im Irak hält US-Präsident Barack Obama an seinen Rückzugsplänen fest. Nach sieben Jahren Krieg seien die US-Soldaten dabei, ihre Kampfmission zu beenden, bekräftigte Obama am Samstag.

Zwar würden US-Soldaten weiterhin irakische Truppen ausbilden und sie im Anti-Terror-Kampf unterstützen. «Aber das Resultat ist: Der Krieg geht dem Ende zu», sagte er in seiner wöchentlichen Rundfunkrede. «Und Ende nächsten Jahres werden alle unsere Soldaten zu Hause sein».

Unterdessen wurden nach Angaben des US-Militärs am Samstag vier mutmaßliche Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida im Irak bei gemeinsamen Operationen von US-Soldaten und irakischen Sicherheitskräften festgenommen. Zwei Verdächtige, die für die Finanzierung und Planung von Terroranschlägen verantwortlich sein sollen, habe man in der nordirakischen Stadt Kirkuk festgenommen, zwei mutmaßliche Bombenbauer in einem Vorort der Hauptstadt Bagdad.

In den vergangenen Tagen war der Irak von einer Anschlagswelle erschüttert worden. Allein am Mittwoch starben binnen weniger Stunden über 60 Menschen bei über 20 Sprengstoff- und Selbstmordanschlägen in zehn Städten. Das US-Außenministerium meint allerdings, insgesamt nehme die Stabilität im Lande zu.

Nach Berichten der irakischen Nachrichtenagentur Aswat Al-Irak wurde am Samstag in der südirakischen Stadt Basra ein Anschlag auf eine US-Patrouille verübt. Der am Straßenrand versteckte Sprengsatz habe aber nur Sachschaden am Fahrzeug der Soldaten verursacht, hieß es. Das US-Militär äußerte sich nicht zu dem Vorfall.

Offiziell enden die Kampfmission der Amerikaner am kommenden Dienstag (31. August). Dann wird Obama eine feierliche Rede an die Nation halten. Allerdings bleiben zunächst rund 50 000 amerikanische Soldaten im Irak. Gemäß einem Vertrag zwischen Washington und der irakischen Regierung sollen auch die letzten US-Truppen das Land bis Ende 2011 verlassen. (dpa)

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