Indonesien Obama verspricht in Indien 50 000 Jobs für USA

Neu Delhi. - US-Präsident Barack Obama hat bei seinem ersten Indien-Besuch die heimische Wirtschaft im Blick. Er versprach den Amerikanern mehr als 50 000 Jobs durch indische Aufträge.
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Neu Delhi. - US-Präsident Barack Obama hat bei seinem ersten Indien-Besuch die heimische Wirtschaft im Blick. Er versprach den Amerikanern mehr als 50 000 Jobs durch indische Aufträge.

Über 20 Übereinkünfte mit einem Exportvolumen von mehr als zehn Milliarden Dollar (7 Milliarden Euro) seien am Rande seines Besuchs verkündet worden, sagte Obama am Samstag vor Unternehmern im westindischen Mumbai. «Die heutigen Abkommen werden zu mehr als 50 000 Jobs in den Vereinigten Staaten führen.»

Obama setzt nach der Niederlage seiner Partei bei der Kongresswahl verstärkt auf die Wirtschaft. Er kündigte in Mumbai einen Abbau von Handelsbeschränkungen in den USA an und forderte Indien auf, das ebenfalls zu tun. «Im Jahr 2010 ist es ein dynamisches Verhältnis in beide Richtungen, das Arbeitsplätze, Wachstum und einen höheren Lebensstandard in unseren beiden Ländern schafft», sagte der US-Präsident. «Das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Indien ist das prägende Verhältnis des 21. Jahrhunderts.»

Obama war am Samstag in der Finanzmetropole Mumbai (früher Bombay) gelandet. Knapp zwei Jahre nach der Terrorserie von Mumbai gedachten er und seine Frau Michelle der Opfer. Mit dem Auftakt seines Indien-Besuchs in dieser Stadt sende er «eine sehr klare Botschaft: Dass die Vereinigten Staaten und Indien in ihrer Entschlossenheit vereint stehen, unseren Völkern eine Zukunft der Sicherheit und des Wohlstands zu geben.» Washington und Neu Delhi würden ihre Zusammenarbeit gegen den Terrorismus verstärken.

Schon heute arbeiteten die Vereinigten Staaten und Indien enger zusammen als je zuvor, sagte Obama. «Ich freue mich darauf, unsere Kooperation gegen den Terrorismus noch weiter zu vertiefen.» Der US-Präsident fügte hinzu: «Mumbai ist ein Symbol für die unglaubliche Energie und den Optimismus, der Indien im 21. Jahrhundert definiert.» Pakistan erwähnte Obama in seiner Ansprache nicht.

Ende November 2008 hatten Attentäter aus Pakistan 166 Menschen getötet, darunter drei Deutsche. Als erstes ausländisches Staatsoberhaupt seit der dreitägigen Terrorserie sieg Obama im Taj-Mahal-Hotel ab, das eines der Ziele der Terroristen war. Das Treffen mit Überlebenden und Angehörigen der Opfer der Terrorserie markierte den Beginn von Obamas Asien-Reise.

Am Sonntag will der US-Präsident zu politischen Gesprächen in die Hauptstadt Neu Delhi reisen. Dort trifft er Premierminister Manmohan Singh und Präsidentin Pratibha Patil. Am Montag ist eine Rede vor dem indischen Parlament geplant.

Indien ist mit seinen 1,2 Milliarden Einwohnern die größte Demokratie der Welt und ein strategischer Partner der USA. Besonders eng waren die indisch-amerikanischen Beziehungen unter Obamas Vorgänger, George W. Bush, der 2006 Indien besuchte. Obama wird sich drei Tage in Indien aufhalten - sein bisher längster Aufenthalt in einem Land bei einer offiziellen Reise als Präsident.

Am Dienstag fliegt Obama nach Indonesien weiter. Bei dem Besuch in Jakarta wird es auch um die Beziehungen zur muslimischen Welt gehen. Zwei Tage darauf reist Obama zur Teilnahme am G20-Gipfel nach Südkorea - dort soll es auch eine Reihe von bilateralen Gesprächen am Rande der Konferenz geben. Nächster Stopp ist am 12. November Japan. Dort wird Obama am Asien-Pazifik-Gipfel (APEC) teilnehmen, bevor er sich am 14. November auf die Heimreise macht. (dpa)

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