Prozesse Prozess geht weiter: Wilders greift Islam an

Amsterdam. Der niederländische Islamgegner Geert Wilders hat sich in seinem Prozess wegen mutmaßlicher Hetze gegen Muslime als Verteidiger der Freiheit in Europa dargestellt. Bei der Wiederaufnahme des Verfahrens erhob er am Montag erneut heftige Vorwürfe gegen den Islam.
07.02.2011, 15:40
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Amsterdam. Der niederländische Islamgegner Geert Wilders hat sich in seinem Prozess wegen mutmaßlicher Hetze gegen Muslime als Verteidiger der Freiheit in Europa dargestellt. Bei der Wiederaufnahme des Verfahrens erhob er am Montag erneut heftige Vorwürfe gegen den Islam.

Dies sei keine Religion, sondern eine Ideologie, die sich "vor allem durch Mord und Totschlag auszeichnet", sagte Wilders in einer Erklärung vor dem Amsterdamer Bezirksgericht.

Der Islam bekämpfe seit Jahrhunderten die Freiheit der Menschen. Durch eine anhaltende "Masseneinwanderung" von Muslimen entstehe ein "Eurabien, ein islamisches Europa, ein Europa ohne Freiheit", behauptete der Chef der Partei für Freiheit (PVV). "Es ist die Pflicht aller freien Menschen, sich dem zu widersetzen."

Wilders wird in dem Verfahren Anstachelung zum Hass auf Muslime sowie deren Diskriminierung und Beleidigung vorgeworfen. Er hatte in den letzten Jahren immer wieder öffentlich gegen den Islam als "faschistische Ideologie" gewettert und dessen Propheten als "Mörder und Pädophile" bezeichnet. Zudem verglich er den Koran mehrfach mit Hitlers "Mein Kampf". Wilders macht nun geltend, er habe nichts als die Wahrheit gesagt und von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch gemacht. (dpa)

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