Iran Russland schließt Sanktionen gegen Iran nicht aus

Moskau. Im Atomstreit mit dem Iran setzt Kremlchef Dmitri Medwedew weiter auf eine diplomatische Lösung des Konflikts, schließt Sanktionen gegen Teheran aber nicht aus. Zwangsmaßnahmen seien zwar «nicht optimal».
27.03.2010, 12:10
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Moskau. Im Atomstreit mit dem Iran setzt Kremlchef Dmitri Medwedew weiter auf eine diplomatische Lösung des Konflikts, schließt Sanktionen gegen Teheran aber nicht aus. Zwangsmaßnahmen seien zwar «nicht optimal».

Zugleich könne die «Möglichkeit einer solchen Entwicklung» nicht ausgeschlossen werden, heißt es in einem Grußwort Medwedews an die Teilnehmer des Gipfeltreffens der Arabischen Liga im libyschen Sirte. Das teilte der Kreml am Samstag auf seiner Internetseite mit. «Es sollte klar sein, dass Sanktionen nicht die Zivilbevölkerung im Iran treffen dürfen», betonte Medwedew.

Der Kremlchef sagte, Russland wolle die iranische Atomfrage «einzig und allein durch politische und diplomatische Mittel in striktem Einklang mit der UN-Charter» lösen. Vor gut einer Woche hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow den Ton gegen Teheran verschärft. Der Iran sei nahe daran, auch die letzte Möglichkeit für einen beiderseits vorteilhaften Dialog zu verpassen, hatte Lawrow nach einem Treffen mit seiner US-Kollegin Hillary Clinton in Moskau gesagt. (dpa)

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