Kriminalität Schweizer Bank stellt Strafanzeige wegen Daten-CD

Zürich. In der Affäre um gestohlene Bankdaten hat die Schweizer Großbank Credit Suisse (CS) Strafanzeige eingereicht. Dies sagte Credit Suisse-Präsident Hans-Ulrich Doerig der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ/Samstagausgabe).
27.03.2010, 12:20
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Zürich. In der Affäre um gestohlene Bankdaten hat die Schweizer Großbank Credit Suisse (CS) Strafanzeige eingereicht. Dies sagte Credit Suisse-Präsident Hans-Ulrich Doerig der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ/Samstagausgabe).

«Aufgrund der Medienberichte müssen wir davon ausgehen, dass Kunden von uns betroffen sind», sagte Doerig. Eine offizielle Mitteilung der deutschen Behörden habe die Bank nicht. Es gebe auch keine internen Indizien für einen Datendiebstahl. «Wir wissen immer noch nicht, ob es überhaupt eine CD mit CS-Kundendaten gibt. Trotzdem haben wir vor einigen Tagen Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht», sagte Doerig.

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hatte vergangene Woche nach Auswertung einer gestohlenen CD mit Bankdaten aus der Schweiz 1100 Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung und systematischer Beihilfe eingeleitet. Betroffen seien Kunden der Credit Suisse und auch Mitarbeiter der Bank. Das Anlagevermögen der mutmaßlichen Steuerbetrüger soll sich auf 1,2 Milliarden Euro summieren. Auch in anderen deutschen Bundesländern ermitteln Staatsanwaltschaften in der Angelegenheit. (dpa)

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