Tourismus Streik in Griechenland beendet

Athen. Der Streik der Tank- und Lkw-Besitzer in Griechenland ist beendet. Dies beschlossen am Sonntagnachmittag nach mehrstündigen Verhandlungen die Gewerkschaften der Lkw-Besitzer des südeuropäischen Landes.
01.08.2010, 18:22
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Athen. Der Streik der Tank- und Lkw-Besitzer in Griechenland ist beendet. Dies beschlossen am Sonntagnachmittag nach mehrstündigen Verhandlungen die Gewerkschaften der Lkw-Besitzer des südeuropäischen Landes.

«Wir haben den Streik beendet», teilte Giorgos Tzortzatos, Präsident des zuständigen Dachverbandes, im griechischen Fernsehen mit. Der Streik hatte landesweit zu erheblichen Engpässen bei der Versorgung vor allem mit Treibstoffen geführt. «Ab morgen sitzen alle Fahrer wieder hinterm Steuer», fügte er hinzu.

Nach acht Tagen Streik hatte das Militär am Wochenende auf Anordnung der Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou die Belieferung von Krankenhäusern, staatlichen Behörden, Elektrizitätswerken und anderen logistisch wichtigen Bereichen wie Häfen und Flughäfen übernommen. Unter Polizeischutz waren am Wochenende mehr als die Hälfte der Tankstellen in Athen und der zweitgrößten Stadt Thessaloniki mit Treibstoff versorgt worden. Auch in den Provinzen verbesserte sich die Lage, wie Reporter aus allen Landesteilen berichteten. Auch viele Tankwagenbesitzer, die die Regierung zum Dienst verpflichtet hatte, setzten ihre Fahrzeuge ein.

Der Streik hatte dem griechischen Tourismus erheblich geschadet. Wegen des Spritmangels mussten tausende Urlauber ihre Mietwagen abgeben. Andere, die mit dem Wohnmobil oder dem eigenen Wagen unterwegs waren, mussten auf Campingplätzen oder in Hotels ausharren.

Die Lastwagenbesitzer protestieren seit vergangenen Montag gegen ein geplantes Gesetz der Regierung, wonach jeder Inhaber eines Lkw-Führerscheins eine Transport-Lizenz bekommen kann. Die bisher tätigen Transportunternehmer sehen in der geplanten Gesetzesänderung deshalb eine Art Enteignung ihres Vermögens, weil mit der Öffnung ihres Berufes der Wert ihrer Lizenzen deutlich fallen wird. Heute kostet eine solche Lizenz bis zu 300 000 Euro. (dpa)

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