Konflikte US-Soldaten bei Anschlag in Pakistan getötet

Islamabad. Bei einem Anschlag auf einen Militärkonvoi vor einer Mädchenschule im Nordwesten Pakistans sind mindestens acht Menschen getötet worden, darunter drei US-Soldaten.
03.02.2010, 13:52
Lesedauer: 1 Min
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Islamabad. Bei einem Anschlag auf einen Militärkonvoi vor einer Mädchenschule im Nordwesten Pakistans sind mindestens acht Menschen getötet worden, darunter drei US-Soldaten.

Außerdem kamen nach Polizeiangaben drei Schülerinnen, ein pakistanischer Soldat und ein Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma bei der Explosion am Mittwoch ums Leben. Mindestens 76 Menschen seien verletzt worden, die meisten davon Schulmädchen. Der pakistanische Armeesprecher General Athar Abbas sagte, die drei getöteten US- Soldaten seien Ausbilder für die paramilitärischen Grenztruppen (Frontier Corps/FC) gewesen.

Die FC-Truppen eskortierten Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und Journalisten, die an der Wiedereröffnung einer zuvor von Aufständischen zerstörten Mädchenschule in Maidan in der Region Lower Dir teilnehmen wollten. Zu der Explosion kam es vor einer anderen Mädchenschule in dem Ort Koto. Die Polizei ging davon aus, dass sich ein Selbstmordattentäter in einem Auto in die Luft sprengte.

Die US-Botschaft in Islamabad bestätigte, dass drei US-Soldaten getötet und zwei weitere verletzt wurden. Die Botschaft teilte mit, die Amerikaner seien vom Frontier Corps eingeladen worden, die Truppen auszubilden. Die Soldaten hätten an der Einweihung der Mädchenschule in Lower Dir teilnehmen wollen, die mit finanzieller Hilfe der USA wieder aufgebaut worden sei. «Die USA verurteilen diesen brutalen terroristischen Bombenanschlag.»

Das Schulgebäude, vor dem der Sprengsatz explodierte, stürzte ein, Schülerinnen wurden unter den Trümmern begraben. Drei Fahrzeuge des Militärkonvois wurden bei der Explosion zerstört. «Nach der Explosion war überall Rauch und Staub und Menschen schrien um Hilfe», sagte der Journalist Haroon Rashi, der in dem Konvoi mitfuhr.

In der Region in der Nordwest-Grenzprovinz war die Armee im vergangenen Frühjahr mit einer Großoffensive gegen die Taliban vorgegangen. Dabei waren in Lower Dir, Swat und anderen Distrikten zahlreiche radikal-islamische Aufständische getötet worden. Obwohl die Regierung die Kontrolle über weite Teile der Gegend zurückeroberte, verüben die Taliban von ihren Verstecken in den Bergen aus immer wieder Anschläge. (dpa)

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