USA Warnungen in USA lange vor Mumbai-Terrorattacke

Washington. Schon drei Jahre vor den verheerenden Terrorattacken im indischen Mumbai im Jahr 2008 hat die US-Polizei Hinweise erhalten, dass ein jetzt angeklagter Drahtzieher zum Extremisten ausgebildet wurde. Das berichtete die Zeitung «Washington Post» am Samstag.
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Washington. Schon drei Jahre vor den verheerenden Terrorattacken im indischen Mumbai im Jahr 2008 hat die US-Polizei Hinweise erhalten, dass ein jetzt angeklagter Drahtzieher zum Extremisten ausgebildet wurde. Das berichtete die Zeitung «Washington Post» am Samstag.

Die Ehefrau des pakistanischstämmigen US-Bürgers David Coleman Headley, der wegen der Anschläge in den USA vor Gericht steht, habe sich bereits 2005 mit entsprechenden Hinweisen an die US-Polizei gewandt.

Sie habe der Bundespolizei FBI damals gesagt, dass ihr Mann der islamistischen Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba (LeT) angehöre und auch in Terrorcamps in Pakistan ausgebildet worden sei. Die aus Pakistan agierende Gruppe wird für die Anschläge in Mumbai (früher Bombay) verantwortlich gemacht.

Das FBI habe damals die Angaben der Frau «geprüft». Headley sei daraufhin kurz in New York wegen häuslicher Gewalt festgenommen, aber nicht angeklagt worden, berichtete die Zeitung weiter. Verhaftet wurde er in den USA erst elf Monate nach den Anschlägen nach Hinweisen von britische Behörden, wonach er Verbindung zu Mitgliedern des Terrornetzwerks Al-Kaida in Europa hatte.

Headley hatte sich im vergangenen März vor einem US-Gericht in Chicago für schuldig erklärt, an der Planung der Anschlagsserie beteiligt gewesen zu sein. Zehn Terroristen hatten am 26. November 2008 in Mumbai unter anderem zwei Luxushotels, den größten Bahnhof der Stadt sowie das jüdische Zentrum angegriffen. Die Terroristen nahmen mehrere hundert Menschen als Geiseln. Den indischen Sicherheitskräften gelang es erst nach drei Tagen, die letzten Angreifer zu überwältigen. (dpa)

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