Eklat mit CNN-Reporter

Weißes Haus soll Video manipuliert haben

Donald Trumps Sprecherin verteidigt das Vorgehen gegen den Journalisten Jim Acosta. Seine Kollegen schlagen Alarm.
09.11.2018, 13:23
Lesedauer: 1 Min
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Weißes Haus soll Video manipuliert haben
Von Sebastian Krüger
Weißes Haus soll Video manipuliert haben

US-Präsident Trump wollte Jim Acostas Fragen nicht beantworten.

Evan Vucci/AP/dpa

Video-Experten werfen dem Weißen Haus vor, mit einem manipulierten Video gegen den CNN-Reporter Jim Acosta vorzugehen. Das berichtet DLF24. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, twitterte den entsprechenden Clip, um die Rücknahme von Acostas Presse-Akkreditierung zu begründen. Darauf ist zu sehen, dass der Journalist den Arm einer Angestellten nach unten drückt, als sie versuchte, ihm das Mikrofon entreißen.

Deutliche Unterschiede

In der ursprünglichen Aufnahme berührt er ihren Arm nur leicht und entschuldigt sich gleich darauf bei ihr. Auf Sanders' Video wirkt die Bewegung deutlich schneller und aggressiver, seine Entschuldigung ist nicht mehr zu hören. Zuvor hatte Trump Acosta auf einer Pressekonferenz das Wort entzogen und ihn "schrecklicher Mensch" sowie "Feind des Volkes" genannt.

Journalisten warnen vor Gefahren

Nach amerikanischen Medienberichten haben unabhängige Video-Experten die Sequenz untersucht und kommen zu dem Schluss, dass die Änderung absichtlich vorgenommen wurde. Die Vereinigung der im Weißen Haus akkreditierten Fotojournalisten warnte vor Manipulationen dieser Art. Sie seien unethisch und gefährlich, sagte ihr Sprecher der „Washington Post“.

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