Deutschland Wulff zum ersten Staatsbesuch in der Schweiz

Zürich. Zu seinem ersten Staatsbesuch als Bundespräsident ist Christian Wulff am Mittwoch in die Schweiz gereist. Der frühere niedersächsische Ministerpräsident und seine Frau Bettina wurden am Mittag in Zürich von der amtierenden Bundespräsidentin Doris Leuthard empfangen.
08.09.2010, 13:50
Lesedauer: 1 Min
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Zürich. Zu seinem ersten Staatsbesuch als Bundespräsident ist Christian Wulff am Mittwoch in die Schweiz gereist. Der frühere niedersächsische Ministerpräsident und seine Frau Bettina wurden am Mittag in Zürich von der amtierenden Bundespräsidentin Doris Leuthard empfangen.

Sowohl Politiker als auch die Medien sprachen vor dem zweitägigen Besuch von einem guten Zeitpunkt der Reise. So könne für strittige deutsch-schweizerische Fragen wie die Steuerdebatte oder der Fluglärm um Zürich ein besseres Verhandlungsklima geschaffen werden. Von Zürich aus fuhren die Gäste mit einem Sonderzug nach Bern. Am Donnerstag besucht Wulff Lausanne.

Die offizielle Visite hatte noch Wulffs Vorgänger Horst Köhler geplant. Zuletzt war Bundespräsident Johannes Rau 2000 zu einem Staatsbesuch in der Schweiz gewesen. In der Alpenrepublik werden nur ein- bis zweimal im Jahr Staatschefs zu Besuchen empfangen. Das letzte Mal war dies im vergangenen September der russische Präsident Dmitri Medwedew.

In einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» (Mittwoch) hatte sich Wulff beim Streit um Steuerhinterziehung für einen größeren Informationsaustausch ausgesprochen. «Ein CD-Kauf sollte (...) in Zukunft vermeidbar sein, wenn ein transparenter Informationsaustausch stattfindet», sagte der Bundespräsident. «Problematisch sind aus unserer Sicht vor allem die in der Vergangenheit nicht versteuerten Gelder, etwa vererbte Vermögen», sagte der Bundespräsident. «Heute ist Deutschland mit der Abgeltungssteuer attraktiv.» Seit 2009 werden Zinsen, Dividenden, Kurs- und Währungsgewinne oder Fondsausschüttungen in Deutschland pauschal mit 25 Prozent besteuert. (dpa)

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