Aufruf zum Engagement

Auszeichnung für Gründer von "Pulse of Europe"

Die Jury aus 259 Chefredakteuren von Verlagen im BDZV hat mit dem Bürgerpreis das Engagement der beiden Wirtschaftsjuristen Sabine und Daniel Röder für die europäische Idee gewürdigt.
15.03.2018, 15:10
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Andreas Heimann
Auszeichnung für Gründer von "Pulse of Europe"

Berlin: Sabine und Daniel Röder (2.v.l.), die Gründer der Initiative "Pulse of Europe", nehmen den Bürgerpreis der deutschen Zeitungen entgegen. Links: Armin Laschet, der Ministerpräsident aus Nordrhein-Westfalen; rechts: Mathias Döpfner, BDZV-Präsident.

dpa

Die Jury aus 259 Chefredakteuren von Verlagen im Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat mit dem mit 20.000 Euro dotierten Bürgerpreis das Engagement der beiden Wirtschaftsjuristen Sabine und Daniel Röder für die europäische Idee gewürdigt. „Pulse of Europe“ sei eine echte Sammlungsbewegung freiheitlicher, demokratischer, europäischer Kräfte, sagte BDZV-Präsident Mathias Döpfner. Die beiden Gründer der Initiative „Pulse of Europe“ nahmen die Auszeichnung am Mittwoch in Berlin entgegen.

Laudator Armin Laschet, Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen, betonte, es könne in diesem Jahr, in dem so wichtige europapolitische Entscheidungen anstehen, keinen besseren Preisträger geben. Die großen Veränderungen in der Welt beginnen oft mit wenigen Menschen“, so Laschet weiter. „Menschen, die zum richtigen Zeitpunkt etwas Richtiges machen.“ Er selbst habe „Pulse of Europe“-Demonstrationen auf dem Berliner Gendarmenmarkt und vor dem Aachener Dom erlebt, wo Hunderte Menschen zusammengekommen seien, um zu sagen „Wir kämpfen für dieses Europa!“. Es sei das große Verdienst der Röders, den öffentlichen Raum sichtbar für eine positive Bewegung zurückerobert zu haben.

"Es reicht nicht, alle vier Jahre zur Wahl zu gehen"

Daniel Röder erinnerte an die Anfänge der Initiative 2016 nach der Brexit-Entscheidung und der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten: „Wir hatten nicht vor, eine Bewegung zu gründen, aber wir haben gesagt, wir machen was.“ Sabine Röder ergänzte: „Es ist die Zeit der Zivilgesellschaft, sie ist jetzt gefragter denn je. Es reicht nicht, alle vier Jahre zur Wahl zu gehen.“

Auch ihr Ehemann rief dazu auf, sich weiter zu engagieren: „Es frisst sich dieses populistische Gedankengut überall rein in die
Zivilgesellschaft. Und wir müssen aufpassen, dass wir nicht eines Tages aufwachen, und die Gesellschaft ist eine andere geworden.“

Röder kündigte an, „Pulse of Europe“ habe in diesem Jahr noch viel vor. Am 10. Juni etwa solle in der Frankfurter Paulskirche der Neuaufbruch der europäischen Zivilgesellschaft gefeiert werden.

Sabine und Daniel Röder haben „Pulse of Europe“ im November 2016 ins Leben gerufen. Bei ihrer ersten Demonstration für ein starkes Europa nahmen rund 300 Menschen teil. Inzwischen gab es Demonstrationen in fast 100 Städten in Deutschland und weiteren 130 in Europa. Der Bürgerpreis der deutschen Zeitungen wird seit 2010 für „herausragendes bürgerschaftliches Engagement“ verliehen. Im vergangenen Jahr ging er an den Essayisten Navid Kermani, 2016 .

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+