Junge Retter aus zehn Nationen trainieren in Russland für den Ernstfall Bei Katastrophen gemeinsam helfen

Osterholz-Scharmbeck. Mehr als 200 junge Menschen aus zehn Ländern und verschiedenen Territorien Russlands haben vom 31. Juli bis zum 9.
23.08.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Mehr als 200 junge Menschen aus zehn Ländern und verschiedenen Territorien Russlands haben vom 31. Juli bis zum 9. August am „Urban Search and Rescue – basic training for youngsters” (USAR’15) in Noginsk in Russland teilgenommen, darunter auch Gerold Stabel von der THW-Jugend Osterholz-Scharmbeck. Die Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren lernten, bei Katastrophen gemeinsam internationale Hilfe zu leisten.

„Um künftig über Grenzen hinweg effektiv helfen zu können, ist es wichtig, dass die Helfer und Helferinnen von morgen sich kennen lernen“, erläutert Ingo Henke, Bundesjugendleiter der THW-Jugend den Grundgedanken von USAR’15.

14 Junghelferinnen und Junghelfer aus ganz Deutschland nahmen an dem deutsch-russischen Jugendaustausch innerhalb des Gesamtprojektes teil. Sie trainierten zusammen in einem sogenannten „Platoon“ neben Rettungsteams aus Aserbaidschan, Großbritannien, Island, Kirgisistan, Serbien, der Türkei, Ungarn und Weißrussland.

54 Trainer aus Russland, Deutschland, England und Island bereiteten die Spezialisten von morgen an zehn Stationen auf mögliche Schadensszenarien vor. Neben dem hauptamtlichen Personal des russischen Katastrophenschutzes sorgten 40 Freiwillige aus der russischen Föderation für den reibungslosen Ablauf.

Das Training fand auf dem russlandweit größten Übungsgelände für Katastrophenschutz statt. Hier hatten die Jugendlichen optimale Bedingungen, sich auf die Bewältigung verschiedenster Schadenssituationen vorzubereiten.

Höhepunkt und Abschluss des zehntägigen Trainingslagers war eine große gemeinsame Übung, bei der die Teilnehmer ihr Können in einer komplexen Lage unter Beweis stellten: Sie wurden mit den Folgen eines Meteoriteneinschlages konfrontiert. Dabei mussten die internationalen Helfer in binationalen Einheiten Betroffene aus Trümmern retten, Infrastrukturen sichern, die Folgen einer Flutwelle beseitigen, Verletzte aus Hubschraubern oder Flugzeugen retten und Gewässer überwinden.

Die angenommene Lage scheint für Menschen aus Mitteleuropa unrealistisch, für die russischen Gastgeber war sie in der jüngsten Vergangenheit harte Realität: 2013 schlug bei Tscheljabinsk ein Meteor ein, zum Glück ohne Schaden zu hinterlassen.

Die ersten drei Trainingscamps fanden seit 2011 auf Initiative der THW-Jugend in Deutschland statt. Das internationale Interesse nahm stetig zu, sodass jedes Jahr mehr Nationen teilnahmen. 2013 in der Lüneburger Heide waren es bereits 113 Jugendliche aus sechs Ländern, welche in verschiedenen Projekten die Suche und Rettung nach einem Erdbeben trainierten. Um den internationalen Charakter der Veranstaltung noch weiter zu betonen, wurde die Ausrichtung von USAR erstmals ins Ausland vergeben. Für die nächsten Jahre haben bereits mehrere Länder ihr Interesse bekundet, Gastgeber zu sein.

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