Rückblick und Ausschau bei Klausursitzung in Bad Zwischenahn Bilanz des Kreissportbundes

Wesermarsch. Integration durch Sport ist ebenso eine der großen Herausforderungen für die Sportvereine wie die Kooperation mit den Schulen. Mit diesen und anderen Themen beschäftigte sich der Vorstand des Kreissportbundes (KSB) Wesermarsch in einer zweitägigen Klausursitzung in der Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeiterkammer Bremen in Bad Zwischenahn.
15.03.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Integration durch Sport ist ebenso eine der großen Herausforderungen für die Sportvereine wie die Kooperation mit den Schulen. Mit diesen und anderen Themen beschäftigte sich der Vorstand des Kreissportbundes (KSB) Wesermarsch in einer zweitägigen Klausursitzung in der Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeiterkammer Bremen in Bad Zwischenahn.

KSB-Vorsitzender Wilfried Fugel, Nordenham, betonte, dass die Mithilfe zur Integration Zugezogener eine der Aufgaben ist, die die Politik vom Sport erwartet. Der KSB hat sich seit 2011 verstärkt damit auseinandergesetzt. Nicht zuletzt auf sein Drängen sei beim Landkreis die Stelle der Koordinatorin Migration und Teilhabe eingerichtet worden. Stelleninhaberin Stefanie Meyer stellte sich vor wenigen Tagen bei einem vom KSB organisierten Treffen von Wesermarsch-Sportvereinen im Vereinsheim des SC Ovelgönne vor.

Ein Beitrag des KSB zur Integration war 2014 die Ausrichtung des Projektes „Kicking Girls“. Das Fußballturnier für Grundschulen hat zum Ziel, „dass Mädchen in die Vereine gucken“, sagt Fugel. Das Turnier soll in diesem Jahr erneut mit acht Grundschulen stattfinden. Der KSB hofft zudem auf verstärkte Mitarbeit von Fußballvereinen und -abteilungen.

Ein wichtiger Aspekt bei der Beurteilung der Zukunft der Sportvereine ist der Ausbau der Schulen zu Ganztagsschulen. „Der Tag ist nicht mehr fern, an dem es im Landkreis ausschließlich diese Schulform gibt“, meint Fugel. Daher benötigten die Schulen lizenzierte Übungsleiter, die sie bei den Vereinen rekrutieren könnten. An dieser Schnittstelle sieht der KSB Möglichkeiten für Kooperationen, von denen nach Auskunft der zuständigen KSB-Mitarbeiterin Manuela Parche in der gesamten Wesermarsch schon über ein Dutzend initiiert worden sind. Sie betreffen nicht nur den Fußball, sondern auch Tennis, Schwimmen, Hip Hop, Stepptanz, Zumba, Tischtennis und Faustball.

Ein Niedersachsen weit einmaliges Modellprojekt hat der KSB mit dem Gymnasium Brake vereinbart. Im Schuljahr 2015/16 soll im Seminarfach Sport eine Übungsleiter-C-Ausbildung beginnen. Daran können Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die mindestens 16 Jahre alt und Mitglied eines Sportvereins sein müssen. In 40 Lerneinheiten im Hössen-Sportzentrum Westerstede und 80 Einheiten in zwei Jahren im Schulsportunterricht werden die Teilnehmer für diese Lizenz qualifiziert.

An der Hössen-Sportschule in Westerstede hat Ties Plate, Referent für Bildung und Sportjugend in der Sportregion Wesermarsch/Ammerland/Oldenburg-Stadt, im vergangenen Jahr insgesamt 377 Übungsleiter fortgebildet. Plate berichtete in Bad Zwischenahn, dass die Teilnehmerzahl aus der Wesermarsch mit 53 Teilnehmern leicht rückläufig gewesen sei.

Auf steigende Zahlen konnte Sportabzeichen-Referent Hendrik Voß, Nordenham, verweisen. Diese Entwicklung ist laut Voß auch Folge der leichter gewordenen Einstiegsvoraussetzungen. Mussten bis 2012 in vier leichtathletischen Disziplinen und im Schwimmen altersabhängig Normen erfüllt werden, so werden jetzt nur noch Anforderungen an Schnelligkeit, Ausdauer, Konzentrationsvermögen und Kraft gestellt. Mit dem Ergebnis, dass die Zahl der vergebenen Sportabzeichen von 1103 in 2013 auf 1316 im vergangenen Jahr stieg.

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