Kommentar über Neuwahlen in Großbritannien Boris Johnson geht ein hohes Risiko ein

Obwohl die Umfragen andeuten, dass die Konservativen unter Premierminister Boris Johnson eine absolute Mehrheit erreichen könnten, ist nichts vorhersehbar, meint unsere London-Korrespondentin Katrin Pribyl.
29.10.2019, 19:30
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Boris Johnson geht ein hohes Risiko ein
Von Katrin Pribyl

Neuwahlen also. Zum dritten Mal nach 2015 und 2017 sind die abstimmungsmüden Briten aller Voraussicht nach aufgerufen, über ein neues Parlament zu entscheiden, weil sich eben jenes nicht auf einen Weg aus der Brexit-Krise einigen kann. Obwohl die Umfragen andeuten, dass die Konservativen unter Premierminister Boris Johnson eine absolute Mehrheit erreichen könnten, ist alles möglich, nichts vorhersehbar.

Auch wenn sich der Regierungschef selbstbewusst präsentiert, Neuwahlen bergen ein hohes Risiko für ihn. Die europaskeptischen Hardliner der Brexit-Partei, und vorneweg deren Chef Nigel Farage, dürften Johnson nicht nur mit Spott und Häme überschütten, sondern vor allem genüsslich an sein Scheitern erinnern, den Brexit über die Ziellinie zu bringen. Das könnte den Premier wichtige Stimmen kosten.

Lesen Sie auch

Noch feuert ihn die mächtige europaskeptische Presse an, doch die Stimmung kann jederzeit kippen, siehe Theresa May. Die Brexit-Ultras, die May brutal vorführten, verfahren schonungslos mit Vorsitzenden, die nicht in ihrem Sinne liefern. Und bislang kann Johnson keine Erfolge vorweisen. Der Brexit-Deal liegt auf Eis.

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+