Kommentar über eine Maskenpflicht

Eine bundesweite Maskenpflicht bleibt problematisch

Eine bundesweite Mund-Nasenschutz- oder Maskenpflicht ist problematisch, weil dem Staat nicht ausreichend Material zur Verfügung steht, schreibt Markus Peters.
03.04.2020, 06:29
Lesedauer: 1 Min
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Eine bundesweite Maskenpflicht bleibt problematisch
Von Markus Peters
Eine bundesweite Maskenpflicht bleibt problematisch

In Zeiten des Coronavirus greifen immer mehr Menschen auf selbst genähtenMund- und Nasenschutz zurück.

Jan Woitas

Gerade in der Krise gilt es, kühlen Kopf zu bewahren. Eine allgemeine Mund-Nasen-Schutzpflicht, wie sie die Stadt Jena bereits eingeführt hat, ist zweifelhaft, denn: Das Robert Koch-Institut sieht bisher keine Beweise dafür, dass das Tragen eines solchen Schutzes das Risiko einer Ansteckung für diese Person signifikant verringert. Ähnlich verhält es sich auch mit Einweghandschuhen.

Sogenannte Schmierinfektionen auf Oberflächen mit Coronaviren seien zwar theoretisch möglich, aber sehr unwahrscheinlich, sagen Experten. Allerdings: Ein Mund-Nasen-Schutz, eine selbst genähte Maske, ein Tuch oder Schal kann immerhin das Risiko einer Infektion für andere verringern.

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Insofern sind sie auch nicht wirkungslos. Dennoch bleibt eine bundesweite Mund-Nasenschutz- oder Maskenpflicht problematisch. Dann müsste der Staat nämlich dafür sorgen, dass ausreichend Material zur Verfügung steht. Das scheint allerdings im Moment kaum realistisch zu sein.

Deshalb müssen zunächst die Berufsgruppen mit hochwertigen Masken und Mund-Nasen-Schutz versorgt werden, die diese am dringendsten benötigen: Und das sind Ärzte und Pflegekräfte. Alle anderen sollten abwarten und Distanz halten.

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