Laschet bekräftigt Bereitschaft

CDU-Vorstand berät über Kanzlerkandidatur

Parteichef Armin Laschet hat in der Sitzung des CDU-Vorstandes am Abend seine Bereitschaft zur Kanzlerkandidatur betont. CSU-Chef Markus Söder hatte zuvor betont, die Entscheidung liege allein bei der CDU.
19.04.2021, 11:06
Lesedauer: 2 Min
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CDU-Vorstand berät über Kanzlerkandidatur
Von Jean-Pierre Fellmer
CDU-Vorstand berät über Kanzlerkandidatur

Journalisten warten vor dem Konrad-Adenauer-Haus, der Bundeszentrale der CDU, während drinnen der CDU-Vorstand tagt.

Michael Kappeler/dpa

Die CDU-Spitze hat ihre womöglich entscheidenden Beratungen zum weiteren Vorgehen im Machtkampf zwischen Parteichef Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder um die Kanzlerkandidatur aufgenommen. Nach Informationen aus Teilnehmerkreisen begann die von Laschet einberufene digitale Sondersitzung des CDU-Vorstands am Montag gegen 18 Uhr.

Unions-Machtkampf weiter ungeklärt - Söder

Die Klärung des festgefahrenen Machtkampfs über die Kanzlerkandidatur der Union obliegt nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder jetzt alleine der CDU.

Foto: Peter Kneffel/dpa

Die Klärung des festgefahrenen Machtkampfs über die Kanzlerkandidatur der Union obliegt nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder jetzt alleine der CDU. „Wir als CSU und auch ich respektieren jede Entscheidung“, sagte er am Montag nach einer kurzfristig einberufenen Sitzung des CSU-Präsidiums in München. Die Zeit für die Entscheidung sei da, wo und wie entschieden werde, entscheide die CDU alleine.

Damit obliegt nun wieder dem Führungsgremium der CDU das letzte Wort, dessen Votum hatte Söder noch zu Beginn des Streits nicht akzeptiert, weil es nicht die breite der CDU widerspiegele. Anders als vor einer Woche sei nun das Stimmungs- und Meinungsbild zur K-Frage in der Union bekannt, sagte der bayerische Ministerpräsident Söder.

Söder sagte, er werde die Entscheidung des CDU-Bundesvorstands respektieren, wie auch immer diese ausfallen werde. Dies gelte sowohl im Falle einer Entscheidung für Laschet als auch für ihn selbst. Er stehe weiter bereit, die Kanzlerkandidatur zu übernehmen, sofern die CDU dies wolle, sagte Söder. Wichtig für den Wahlkampf sei es, dass CDU und CSU als Team auftreten würden.

Der seit mehr als einer Woche andauernde Machtkampf in der Union bringt nach Ansicht von Söder keinen dauerhaften Schaden für die Union mit sich. Wenn der Prozess „mit Stil und Anstand“ auch am Ende zu einem Ergebnis führe, „dann glaube ich, wird es uns eher möglicherweise sogar stärken, weil es auch eine Selbstvergewisserung ist, die jetzt stattfindet“, sagte er am Montag nach einer Sitzung des CSU-Präsidiums in München.

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Söder betonte, sein Gefühl sage ihm, dass die Debatte sehr seriös stattfinde. „Wir haben natürlich jetzt einen Entscheidungsprozess, an dem die Öffentlichkeit auch mit großem Herzblut teilnimmt.“

„Es ist auch gar nicht so leicht, miteinander solche schwierigen Fragen zu bewerten“, sagte Söder. Er glaube aber, dass dies bislang wirklich sehr gut gelaufen sei. „Deswegen ist auch bei mir klar, dass die menschliche Brücke am Ende dieses langen Prozesses die trägt. Die trägt auch weiter, und zwar egal, ob jetzt Armin die Nummer eins ist in unserem Team oder ich diese Aufgabe schultern muss.“

Seit nunmehr mehr als einer Woche gibt es in der Union einen erbitterten Streit um die Kanzlerkandidatur. Weder Laschet noch Söder zeigten sich bisher bereit, ihre Pläne für eine Kandidatur zugunsten des anderen zurückzustellen.

++ Dieser Artikel wurde um 18.47 Uhr aktualisiert. ++

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