Kontrollen in Tibet und Xinjiang China weitet Fahndung aus

Peking (wk). Nach dem Anschlag am Pekinger Kaiserpalast hat Chinas Militär einen Kampf gegen Terroristen im Land angekündigt. Die Soldaten seien bereit, im Auftrag der Regierung gegen jede Form von Terrorismus zu kämpfen, sagte gestern ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.
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Von WESER-KURIER

Nach dem Anschlag am Pekinger Kaiserpalast hat Chinas Militär einen Kampf gegen Terroristen im Land angekündigt. Die Soldaten seien bereit, im Auftrag der Regierung gegen jede Form von Terrorismus zu kämpfen, sagte gestern ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Am Vortag hatte die Polizei die Attacke vom Montag erstmals als Terrorakt bezeichnet, bei dem fünf Menschen starben und 40 verletzt wurden. Hinter dem Anschlag sollen Terroristen aus der westchinesischen Provinz Xinjiang stehen.

China hatte daraufhin dort sowie in Tibet die Polizeikontrollen verschärft. Auf den Straßen der Provinzhauptstadt Ürümqi patrouillierten mehr Polizisten und es seien Straßensperren eingerichtet worden, berichteten lokale Hotelangestellte gestern. Auch in Tibet wurden laut einem Bericht des US-amerikanischen Senders Radio Free Asia (RFA) Polizeikontrollen ausgeweitet. Unklar ist, wie sich die Armee nach ihrer Ankündigung in den Kampf gegen Terrorismus einschalten will.

In der westchinesischen Provinz Xinjiang prallen immer wieder muslimische Uiguren und Han-Chinesen blutig aufeinander. Nach dem Anschlag in Peking geht Ulrich Delius von der Gesellschaft für bedrohte Völker von stärkeren Repressalien gegen Uiguren aus.

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