Kommentar über Impfstoff-Lieferung Astra-Zeneca verhält sich haarsträubend

Die Versorgung mit Corona-Impfstoff droht zu einer politischen Schlammschlacht zu verkommen, meint Hans-Ulrich Brandt. Mittendrin das Unternehmen Astra-Zeneca, das sich nicht an Lieferabsprachen hält.
27.01.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Astra-Zeneca verhält sich haarsträubend
Von Hans-Ulrich Brandt

So geordnet der EU-weite Impfstart über den Jahreswechsel auch verlaufen ist, so viel Chaos herrscht jetzt. Was sich das britisch-schwedische Pharmaunternehmen Astra-Zeneca gerade leistet, ist haarsträubend. Lässt sich die Debatte um die Wirksamkeit ihres Impfstoffes bei älteren Menschen wohl auf eine Verwechselung zurückführen, ist die Tatsache, dass der Pharmakonzern zwar munter nach Großbritannien liefert, gegenüber der EU aber Produktionsengpässe angekündigt wurden, ein Politikum.

Besonders beunruhigend: Astra-Zeneca kann noch nicht einmal belegen, wie viel Impfstoff wann an welches Land gegangen ist. Kein Wunder, das die EU-Kommission tobt, schließlich wurde dem Konzern ein 336 Millionen Euro schwerer Vorschuss bezahlt, damit er schnell liefert. Plötzlich dann doch die Kehrtwende: Statt am 15. Februar soll nun eine Woche früher an die EU geliefert werden. Ein solches Hin und Her untergräbt jegliches Vertrauen und erschwert obendrein die Planbarkeit von Massenimpfungen.

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