Kommentar über die Test-Taskforce Strafaktion

Das Öffnungskonzept von Bund und Ländern basiert auf einer umfassenden Teststrategie. Doch es wird schwer, die monatlich bis zu 150 Millionen Tests überhaupt sicherzustellen, meint Hans-Ulrich Brandt.
04.03.2021, 21:32
Lesedauer: 1 Min
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Strafaktion
Von Hans-Ulrich Brandt

Den zu Pandemiebeginn noch mit viel Lob bedachten Gesundheitsminister hat mit zunehmender Dauer der Corona-Krise das Glück verlassen. Nicht nur die Rüffeleien der Kanzlerin muss Jens Spahn erdulden, jetzt hat ihm Angela Merkel noch den CSU-Ministerkollegen Andreas Scheuer an die Seite gestellt. Mehr Strafe geht nicht. Gemeinsam soll sich diese Taskforce um den zügigen Einkauf von Schnell- und Selbsttests kümmern. Endlich soll bundesweit umgesetzt werden, wovon Bund und Länder bisher nur geredet haben: testen, testen, testen.

Fragt sich nur, ob die beiden Chefstrategen das hinkriegen? Und ob es überhaupt auf die Schnelle möglich ist? Denn bevor Verkehrsminister Scheuer versuchen kann, die Verteilung der bis zu 150 Millionen Testsets monatlich logistisch umzusetzen, muss Jens Spahn erst bestellen, bestellen, bestellen. Und selbst dann ist fraglich, wie viel geliefert wird, denn Selbsttests hat er bisher gar nicht in Auftrag gegeben. Zudem werden auch Schnelltests nur zögerlich geliefert. Diese Taskforce kommt viel zu spät.

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