Kommentar zum US-Arbeitsmarkt

Hoher Preis

Die Wirtschaft in den USA leidet massiv, aber die Lockerungen haben die Zahl der Infektionen in die Höhe getrieben. Der Zickzackkurs der Regierung ist folgenschwer, meint Karl Doemens.
06.07.2020, 05:00
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Hoher Preis
Von Karl Doemens
Hoher Preis

Derzeit sind in den USA etwa 20 Millionen Menschen ohne Arbeit.

Wang Ying /XinHua /dpa

Binnen eines Monats ist die offizielle Arbeitslosenquote in den USA um 2,3 Punkte auf 11,1 Prozent gefallen. Doch noch immer sind etwa 20 Millionen Menschen zwischen Seattle und Miami ohne eine Stelle. Doch der US-Präsident hat einen eindrucksvollen Beleg für das versprochene „amerikanische Comeback“ nach der Pandemie gefunden – scheinbar. Dabei hat Trump hat die Gesundheitsgefahren für seine Mitbürger bewusst in Kauf genommen, als er die Gouverneure zu den überstürzten Lockerungen trieb. Mit seiner Kritik an den Tests und der Diskreditierung des Maskentragens hat er jede erforderliche Eindämmungsmaßnahme hintertrieben.

Dafür erhält er nun die Quittung. Panisch versuchen Politiker in Arizona, Texas oder Florida, die Öffnung zurückzudrehen. Andere Bundesstaaten führen Einreisebeschränkungen ein. Dieser chaotische Zickzackkurs belastet die Wirtschaft schwer: Trumps Neu-Beschäftigte landen wieder auf der Straße. Mehr als 1,4 Millionen Menschen haben sich in der vorigen Woche arbeitslos gemeldet. Viel spricht dafür, dass Trumps vermeintliches „Comeback“ in einem Debakel endet. Den Preis dafür müssen alle Amerikaner bezahlen.

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