Als Familienministerin im Gespräch Das ist Katarina Barley

Die SPD-Generalsekretärin soll auf Manuela Schwesig folgen und künftig das Bundesfamilienministerium anführen. Doch wer ist die Frau?
30.05.2017, 15:02
Lesedauer: 1 Min
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Die SPD-Generalsekretärin soll auf Manuela Schwesig folgen und künftig das Bundesfamilienministerium anführen. Doch wer ist die Frau?

Der Rücktritt von Erwin Sellering, Ministerpräsident in Mecklenburg-Vorpommern, könnte ihre Chance sein: Katarina Barley soll neue Familienministerin werden und Manuela Schwesig beerben, die wiederum Sellerings Posten einnehmen soll.

Seit eineinhalb Jahren ist Katarina Barley (48) Generalsekretärin der SPD. Barley war nicht die erste Wahl des damaligen SPD-Chefs Sigmar Gabriel, sondern stand weiter hinten auf dem Zettel. Am Ende hatte sie bei der Abstimmung damals 93 Prozent bekommen. Dabei hatten Partei und Journalisten vorher gefragt: "Katarina Wer?".

Barley ist promovierte Ex-Richterin, sie war Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Bundesverfassungsgerichts ("Für mich gehört diese Zeit zu den Höhepunkten im Leben"), sie ist Mutter zweier Söhne, in Köln sozialisierte Karnevalistin und eine 2013 von den rheinland-pfälzischen Wählern erstmals nach Berlin geschickte Politikerin.

In die Landtagswahlen kniete sie sich rein. Der Last-Minute-Triumph von Malu Dreyer in ihrer Wahlheimat Rheinland-Pfalz war für Barley ein Fest. Unvergessen ist die erste Pressekonferenz nach ihrer Nominierung als Generalsekretärin vom November vergangenen Jahres. Die Neue wurde von Gabriel als "Ka-ritta Bar-lei" vorgestellt.

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Das hat sie ihm ausgetrieben. Ihr Nachname spricht sich englisch aus, sagt die Tochter eines Briten: "Barley wie Marley. Oder wie Harley." Mit dem Vizekanzler aus dem niedersächsischen Goslar hat die 48-Jährige die eine oder andere robuste Auseinandersetzung hinter sich. "Im Streit sind wir noch nie auseinandergegangen", sagt sie. Gegenseitiger Respekt sei da. Das wirkt nicht gekünstelt.

Das Ringen um Argumente ist Barley wichtig. Nicht Draufhauen, wie es früher die Parteigeneräle pflegten. Abgedroschene Politiker-Sätze hasst sie, man findet sie aber auch bei ihr.

Für den hammerharten Bundestagswahlkampf holte sich Barley schon vor einem Jahr Juliane Seifert ins Boot. Die ehemalige rechten Hand der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer wurde auf Barleys Vorschlag neue Bundesgeschäftsführerin der Sozialdemokraten

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