Das sagt der Presserat

Der Deutsche Presserat hat Empfehlungen für die Berichterstattung über Straftaten festgeschrieben, an die sich die meisten Redaktionen – auch der WESER-KURIER – halten. Sie lauten: „Bei der Berichterstattung über Straftaten darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt.
25.01.2018, 00:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Das sagt der Presserat
Von Markus Peters

Der Deutsche Presserat hat Empfehlungen für die Berichterstattung über Straftaten festgeschrieben, an die sich die meisten Redaktionen – auch der WESER-KURIER – halten. Sie lauten: „Bei der Berichterstattung über Straftaten darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt. Die Zugehörigkeit soll in der Regel nicht erwähnt werden, es sei denn, es besteht ein begründetes öffentliches Interesse.“ Ein begründetes öffentliches Interesse sieht der Presserat in seinen Leitsätzen bei besonders schweren Straftaten (Mord, Terrorismus, organisierte Kriminalität); wenn eine Straftat aus einer größeren Gruppe heraus begangen wird, die durch gemeinsame Merkmale wie ethnische, religiöse, soziale oder nationale Herkunft verbunden ist; wenn die Biografie des Täters oder Verdächtigen für die Berichterstattung über die Straftat von Bedeutung ist oder ein Straftäter oder Verdächtiger die eigenständige Struktur seiner Herkunftsgruppe für die Tatausführung benutzt. Eine Nennung der Staatsangehörigkeit ist auch unstrittig, wenn dies im Rahmen eines Ermittlungs- oder Strafverfahrens eine Rolle spielt.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+