Coronavirus

Das sind die Risikogruppen

Für die meisten Menschen verläuft die Krankheit Covid-19 mild. Für einige kann das Coronavirus jedoch auch einen schweren Krankheitsverlauf bedeuten. Wer zu den sogenannten Risikogruppen gehört.
18.03.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Das sind die Risikogruppen
Von Kim Torster
Das sind die Risikogruppen

Eine Ansteckung mit dem Coronavirus kann für Menschen aus den sogenannten Risikogruppen im schlimmsten Fall tödlich sein.

Bernd Wüstneck /dpa

Laut Bundesregierung verläuft Covid-19, die Krankheit, die durch das Coronavirus verursacht wird, für die meisten Menschen mild. Wie stark Krankheit und Symptome auftreten, kann wiederum von der eigenen körperlichen Verfassung abhängen. Bestimmte Menschen erkranken in der Regel schwerer – sie gehören zu den sogenannten Risikogruppen. Eine Erkrankung kann für sie im schlimmsten Fall tödlich sein. Dabei spielt nicht nur ein zunehmendes Alter eine Rolle.

Die bisherigen Fälle haben zudem gezeigt, dass auch Raucherinnen und Raucher stärker von der neuartigen Atemwegserkrankung getroffen werden. Zu den Risikogruppen gehören außerdem Menschen mit Vorerkrankungen. Die Bundesregierung nennt hier explizit Menschen mit Erkrankungen der Lunge, wie beispielsweise Asthma oder einer chronischen Bronchitis. Stärker gefährdet sind demnach auch Menschen, die an Krebs erkrankt sind und Menschen mit chronischen Lebererkrankungen, Diabetes und Herzerkrankungen, wie der Koronaren Herzkrankheit, bei der die Herzkranzgefäße verengt sind.

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Zusätzlich betroffen sind Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist – zum Beispiel durch eine Erkrankung, die das Immunsystem angreift, oder weil sie bestimmte Medikamente gegen andere Krankheiten nehmen, die das Immunsystem schwächen, darunter das Steroid Cortison, das bei vielen chronischen Krankheiten zum Einsatz kommt.

Schwangere erkranken in der Regel nicht schwer

Nicht zu den Risikogruppen gehören – nach jetzigem Informationsstand – Schwangere. Bisherige Erfahrungen hätten gezeigt, dass sie in der Regel nicht schwerer erkranken. Die Bundesregierung weist allerdings darauf hin, dass es dazu bisher kaum Studien gebe, weil das Virus noch sehr neu ist. Auch inwieweit sich eine Infektion der Mutter auf das Kind auswirke, sei noch nicht klar. Ein Nachweis des Virus in der Muttermilch ließ sich demnach bisher nicht finden. Wie die Weltgesundheitsorganisation außerdem mitteilt, erkranken Kinder bislang seltener am Coronavirus – und wenn, dann meist weniger stark.

Den Menschen, die zu den sogenannten Risikogruppen gehören, raten Experten besonders, soziale Kontakte zu meiden und sofort einen Arzt zu kontaktieren, sollten erste Symptome einer möglichen Covid-19-Erkrankung, wie zum Beispiel Atembeschwerden, auftreten. In vielen Teilen Deutschlands haben sich bereits solidarische Nachbarschaftsgruppen gebildet, die Menschen aus Risikogruppen Hilfe bei der Besorgung von Lebensmitteln oder anderen notwendigen Gütern anbieten.

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Corona-Gefährdete in Bremen finden unter anderem Hilfe in der Facebookgruppe "Coronahilfe Freie Hansestadt Bremen“. Auch im Online-Nachbarschaftsportal nebenan.de bieten viele Menschen ihre Unterstützung an.

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