Düsseldorf/Bremen Degowski erwägt Namensänderung

Düsseldorf·Bremen. Der Gladbecker Geiselgangster Dieter Degowski wird sein Leben in Freiheit wohl unter einem neuen Namen führen. „Es ist nicht unüblich, dass bekanntgewordene Straftäter eine Namensänderung beantragen“, sagte ein Sprecher von Justizminister Thomas Kutschaty und bestätigte einen Bericht des „Westfälischen Anzeigers“.
22.05.2015, 00:00
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Der Gladbecker Geiselgangster Dieter Degowski wird sein Leben in Freiheit wohl unter einem neuen Namen führen. „Es ist nicht unüblich, dass bekanntgewordene Straftäter eine Namensänderung beantragen“, sagte ein Sprecher von Justizminister Thomas Kutschaty und bestätigte einen Bericht des „Westfälischen Anzeigers“.

Eine Entlassung des dann etwa 60-Jährigen sei frühestens im August 2016 möglich. Dieter Degowski und sein Komplize waren im August 1988 nach einem missglückten Bankraub mit Geiseln geflüchtet und hatten dabei in Bremen zwischenzeitlich einen Bus mit 32 Fahrgästen in ihre Gewalt gebracht. Beim drei Tage dauernden Gladbecker Geiseldrama kamen drei Menschen ums Leben.

Degowski werde derzeit mit „dosierten Lockerungsmaßnahmen“ auf seine Entlassung vorbereitet, sagte der stellvertretende Leiter der JVA Werl, Andreas Jellentrup. Degowski sei dabei schon allein zu sogenannten Tagesausgängen unterwegs. Er besuche Menschen, zu denen er trotz der langen Haft noch Kontakt habe. „Das ist bisher alles problemlos gelaufen.“ Jellentrup bestätigte, dass Degowski von sich aus Erwägungen zur Namensänderung anstelle, er habe bisher aber nicht beantragt, die Reststrafe zur Bewährung auszusetzen.

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