Berlin

Deutschland schiebt weiter ab

Berlin. Trotz der angespannten Sicherheitslage in Afghanistan will die Bundesregierung weiter abgelehnte Asylbewerber in das Land zurückschicken – in begrenzter Zahl. Damit bleibt es vorerst bei dem Kurs, den Bund und Länder nach dem schweren Anschlag auf die deutsche Botschaft in Kabul Ende Mai eingeschlagen hatten.
10.08.2017, 00:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von dpa

Berlin. Trotz der angespannten Sicherheitslage in Afghanistan will die Bundesregierung weiter abgelehnte Asylbewerber in das Land zurückschicken – in begrenzter Zahl. Damit bleibt es vorerst bei dem Kurs, den Bund und Länder nach dem schweren Anschlag auf die deutsche Botschaft in Kabul Ende Mai eingeschlagen hatten. Das teilten das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium am Mittwoch mit. Zurückgeschickt werden sollen also weiter Straftäter und „Gefährder“ – Menschen, denen die Sicherheitsbehörden einen Terrorakt zutrauen – und jene, die „hartnäckig ihre Mitarbeit an der Identitätsfeststellung“ verweigern. Nach dem Anschlag mit 150 Toten hatten Bund und Länder die Abschiebungen nach Afghanistan auf die drei Gruppen beschränkt – bis zur Vorlage einer Neubewertung der Sicherheitslage. Die Lage in Afghanistan ist seit Langem besorgniserregend. Der Konflikt mit den Taliban hat sich verschärft, sie kontrollieren eine wachsende Zahl von Bezirken. Die Zahl ziviler Opfer steigt jedes Jahr an. Immer wieder erschüttern Anschläge das Land.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+