Kommentar über kleine Cent-Münzen

Die EU sollte Cent-Beträge verbieten

Kleinstgeld ist ein Ärgernis für Verbraucher. Dass die EU nun Abhilfe schaffen und Ein- sowie Zwei-Cent-Münzen abschaffen will ist deshalb gut, findet unser Autor Maurice Arndt.
28.01.2020, 21:47
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Die EU sollte Cent-Beträge verbieten
Von Maurice Arndt
Die EU sollte Cent-Beträge verbieten

Die EU-Kommission plant einen Vorstoß zur Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen.

Karlheinz Schindler /dpa

Kleingeld nervt. Beim Bezahlen an der Kasse oder im zu dicken Geldbeutel. Kurzum: Eine Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Stücke durch die Europäische Union (EU) wäre ein Segen.

Gewiss – viele Deutschen hängen an ihrem Bargeld, während in anderen europäischen Ländern schon größtenteils mit der Karte bezahlt wird. Doch auch hierzulande verschwinden Münzen und Scheine langsam. Im Mai veröffentlichte das Handelsforschungsinstitut EHI eine Studie: Erstmals wurde in deutschen Geschäften mehr Geld per Karte als in bar ausgegeben. Die EU handelt also im Sinne der Verbraucher, wenn sie die Münzen aus dem Verkehr zieht.

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Die EU sollte sogar einen Schritt weiter gehen und kleine Cent-Beträge gänzlich verbieten. Denn die Ironie ist doch: Man braucht Cents, um Beträge zu begleichen, die es ohne sie gar nicht gäbe. Sie sind für Händler seit jeher eine Möglichkeit, um Kunden psychologisch auszutricksen: 19,99 Euro wirken eben eher wie 19 denn wie 20 Euro. Zusätzlich verwirrt es, wenn künftig bar gezahlte Beträge gerundet werden, mit Karte gezahlte aber nicht. Auch hier sollte die EU rigoros sein und sagen: weg mit krummen Summen.

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