Kommentar zum Zustand der Bundeswehr

Die Verteidigungsministerin muss liefern

Auf Ursula von der Leyen prasselt gerade Kritik von allen Seiten ein - die Verteidigungsministerin muss jetzt liefern, meint Politikredakteur Joerg Helge Wagner.
29.01.2019, 20:49
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Die Verteidigungsministerin muss liefern
Von Joerg Helge Wagner
Die Verteidigungsministerin muss liefern

Bei den Ausrüstungsmängeln hilft von der Leyens Hinweis nicht weiter, dass man jährlich rund 50 Panzer und zwölf Flugzeuge anschaffe.

Walter Duerst/dpa

Für Ursula von der Leyen kommt es gerade knüppeldick. Die Verteidigungsministerin steht von drei Seiten unter Beschuss: Der Bundeswehrverband findet ihre Reformbemühungen zu lahm, der Wehrbeauftragte rügt die Überbürokratisierung der Truppe und einige Medien halten den Einsatz externer Berater für übertrieben.

Wenn Soldaten über ein „Bürokratiemonster“ klagen, steht der jahrelange Einsatz von Beratern unter Rechtfertigungsdruck. Mit deren Hilfe müsste die Überverwaltung der Truppe doch längst Vergangenheit sein. Bei den Ausrüstungsmängeln hilft von der Leyens Hinweis nicht weiter, dass man jährlich rund 50 Panzer und zwölf Flugzeuge anschaffe – vor allem dann nicht, wenn die Soldaten im Einsatz auf ungepanzerte Miethelikopter angewiesen sind.

Der Ruf nach beschleunigter Beschaffung, notfalls im Ausland, ist sicher berechtigt. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass keine sieben Prozent der Beschwerden dieses Thema betreffen. Doch die Summe macht es aus: Beförderungsstau, Besoldung, Ausrüstung, Nachwuchs – von der Leyen muss jetzt liefern, zumal ihr Etat gerade um satte zwölf Prozent aufgestockt wurde.

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