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Diese Ziele verfolgt der UN-Migrationspakt

Der UN-Migrationspakt soll am 10. und 11. Dezember beim UN-Gipfel in Marrakesch unterzeichnet werden. Es geht dabei unter anderem um diese neun Ziele.
19.11.2018, 14:08
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Diese Ziele verfolgt der UN-Migrationspakt

Syrische Flüchtlinge im Grenzdurchgangslager Friedland im Landkreis Göttingen.

Swen Pförtner/dpa

Auf der Suche nach Frieden und einem besseren Leben verlassen immer mehr Menschen weltweit ihre Heimat. Mit dem „Globalen Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration“ (GCM) haben die Vereinten Nationen im Sommer erstmals Grundsätze für den Umgang mit Flüchtlingen festgelegt. Das Dokument soll beim UN-Gipfel am 10. und 11. Dezember in Marrakesch unterzeichnet werden. Daraus neun Ziele:

▸ Politiker sollen stärker auf Grundlage nachweisbarer Fakten entscheiden. Dazu müssen Erhebung, Analyse und Verbreitung von Daten zur Migration geschärft werden.

▸ Die Lebensbedingungen sind weltweit so zu verbessern, dass Menschen auch in ihrer Heimat bleiben können. Neben sozialen Faktoren steht der Kampf gegen Klimawandel und Umweltzerstörung im Fokus.

▸ Arbeitende Migranten sollen besser gegen Ausbeutung, Missbrauch und die Verletzung von Menschen- und Arbeitsrechten geschützt werden.

▸ Beim Bezug von unterstützenden Leistungen sind Migranten nicht zu benachteiligen. Der Anspruch darauf ist ein Menschenrecht.

▸ Die UN fordern die vollständige Eingliederung von Migranten in die Gesellschaft – auf Basis gegenseitigen Respekts.

▸ Rettungseinsätze wollen die Vereinten Nationen international besser koordinieren, „um den Tod und die Verletzung von Migranten zu verhindern“.

▸ Schleuserbanden sollen grenzübergreifend stärker verfolgt und bestraft werden, geschmuggelte Migranten aber straffrei bleiben.

▸ Die Staaten verpflichten ihre Konsulate zu internationaler Zusammenarbeit, um Rechte und Interessen aller Migranten zu schützen.

▸ Gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz streben die UN eine öffentliche Debatte über Migranten an, die auf „nachweisbaren Fakten“ beruht, und unterstreichen „das Recht der freien Meinungsäußerung“. (dpa)

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