Wahlen in den USA

Trump verspricht Sieg über das Coronavirus

US-Präsident Donald Trump verspricht in seiner Nomierungsrede den Sieg über das Coronavirus, bezeichnet seinen Herausforderer Joe Biden als „Jobvernichter“ und preist sich als Freund des schwarzen Amerikas.
28.08.2020, 06:27
Lesedauer: 2 Min
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Von Jürgen Bätz

US-Präsident Donald Trump hat beim Parteitag der Republikaner einen Sieg über das Coronavirus versprochen. „In den vergangenen Monaten wurden unsere Nation und unser gesamter Planet von einem neuen und mächtigen neuen Feind heimgesucht“, sagte Trump am Donnerstagabend im Garten des Weißen Hauses. „Wir werden das Virus besiegen, die Pandemie beenden und stärker als je zuvor aus der Krise hervorgehen.“ Trump stellte erneut einen baldigen Impfstoff gegen das Coronavirus in Aussicht. „Wir werden vor dem Ende des Jahres oder vielleicht sogar schon früher einen Impfstoff herstellen.“

180.000 Tote

In den USA sind nach Statistiken der Universität Johns Hopkins mehr als 180.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Alleine in den ersten drei Tagen des viertägigen Parteitags kostete die Pandemie demnach rund 3000 Menschen das Leben. Die Demokraten um Präsidentschaftskandidat Joe Biden werfen Trump vor, beim Schutz der Amerikaner vor der Pandemie versagt zu haben. Trump und Biden treten bei der Wahl am 3. November gegeneinander an.

Seinen demokratischen Herausforderer bezeichnete Trump als „Vernichter amerikanischer Jobs“. Falls Biden die Chance bekommen sollte, werde er „der Zerstörer amerikanischer Größe sein“, behauptete der Präsident weiter.

Trump versprach, in seiner zweiten Amtszeit die Wirtschaft nach der Corona-Pandemie wieder aufzubauen und für „Rekord-Wohlstand“ zu sorgen. Er sprach im Garten des Weißen Hauses, wo er offiziell die Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner annahm. Donald J. Trump bewirbt sich am 3. November um eine zweite Amtszeit.

„Freund der Afroamerikaner“

Weiter behauptete Trump in seiner Nominierungsrede auf dem Parteitag der Republikaner, dass er außergewöhnlich viel für das schwarze Amerika geleistet habe. „Ich sage mit großer Bescheidenheit, dass ich mehr für die afroamerikanische Community getan habe als jeder Präsident seit Abraham Lincoln“, so Trump.

Unter dem Republikaner Lincoln als Präsidenten wurde vom Kongress der 13. Zusatz zur US-Verfassung angenommen, mit dem die Sklaverei in den USA abgeschafft wurde. Nach früheren ähnlichen Äußerungen Trumps verwiesen Experten bereits unter anderem auf das in der Amtszeit von Lyndon B. Johnson 1965 nach Protesten angenommene Wahlrechtsgesetz. Das erlaubte allen US-Bürgern unabhängig von ihrer Hautfarbe und ihrer Herkunft, sich an Wahlen zu beteiligen und sich in ein öffentliches Amt wählen zu lassen.

Trump wirbt damit, dass die Arbeitslosenquote auch unter Afroamerikanern vor der Corona-Pandemie auf ein historisches Tief gesunken war. Zudem stellte er die Finanzierung von historisch schwarzen Universitäten sicher. Seine Justizreform führte zur Freilassung zahlreicher schwarzer Häftlinge.

Proteste gegen Polizeigewalt

Während des Republikaner-Parteitags gab es erneut Proteste gegen Polizeigewalt, nachdem ein schwarzer Amerikaner in der Stadt Kenosha bei einem Polizeieinsatz von Schüssen in den Rücken schwer verletzt wurde. In Kenosha kam es dabei neben friedlichen Demonstrationen auch zu Ausschreitungen mit brennenden Gebäuden und Autos. Trump erwähnte Kenosha in seiner Rede lediglich als Stadt, in der Ordnung wiederhergestellt werden müsse. Den Namen des schwer verletzten Jacob Blake nannte Trump nicht.

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