Terrorpläne aufgedeckt Düsseldorf will Sicherheitsmaßnahmen überprüfen

Nach der Vereitelung eines offenbar auf die Düsseldorfer Altstadt geplanten Terroranschlags will Nordrhein-Westfalen die Sicherheitsmaßnahmen für Großveranstaltungen überprüfen. Im August feiert die Stadt das 70-jährige Bestehen des Bundeslandes.
02.06.2016, 16:47
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste

Nach der Vereitelung eines offenbar auf die Düsseldorfer Altstadt geplanten Terroranschlags will Nordrhein-Westfalen die Sicherheitsmaßnahmen für Großveranstaltungen überprüfen. Die Vorkehrungen seien in NRW schon jetzt auf einem sehr hohen Niveau, sagte Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Donnerstag in Düsseldorf.

Die Anschlagsplanungen seien aber ein Anlass, noch einmal zu überprüfen, "ob alles Erdenkliche getan worden ist, um solche Veranstaltungen so sicher wie nur möglich zu machen". In Düsseldorf wird im August mit einem Volksfest das 70-jährige Bestehen des Landes NRW gefeiert. Dazu werden eine Million Besucher erwartet.

Die Bundesanwaltschaft hatte zuvor drei Terrorverdächtige aus Syrien festnehmen lassen, einen von ihnen in NRW. Sie hätten zusammen mit einem in Frankreich in Untersuchungshaft sitzenden vierten Beschuldigten im Auftrag der Terrorgruppe Daesch einen Anschlag in der Düsseldorfer Altstadt begehen sollen.

Zu den Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden würden umfangreiche Vernehmungen des in Frankreich einsitzenden Mannes geführt, sagte Jäger. Laut Bundesanwaltschaft hatte sich der Mann am 1. Februar den französischen Behörden offenbart. Ob der in NRW Festgenommene den Sicherheitsbehörden des Landes bekannt gewesen war, könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, erklärte Jäger.

Hintergrund: Die Heinreich-Heine-Allee - eine der meist frequentierten Straßen Düsseldorfs

Die Heinrich-Heine-Allee in Düsseldorf ist mit dem öffentlichen Personennahverkehr über und unter der Erde Knotenpunkt und zugleich Tor zur Altstadt. Angelegt wurde sie im Jahr 1806. Sie verläuft parallel zur bekannten Flaniermeile Königsallee. Erst im Jahr 1963 erhielt die mehrfach umbenannte Nord-Süd-Achse ihren Namen Heinrich-Heine-Allee - nach dem Dichter Heinrich Heine, der 1797 in Düsseldorfgeboren wurde.

Links und rechts siedelten sich Opernhaus und Kunstsammlung sowie große Kaufhäuser an. Mit dem Start des U-Bahn-Netzes wurde nach fast zehn Jahren Bauzeit im Jahr 1988 ein Teil des Straßenbahnverkehrs unter die Erde gelegt. Heute gibt es weitere Linien und Tunnel, die die Haltestelle Heinrich-Heine-Allee zu einer der am meisten frequentierten der Stadt machen.

Der WESER-KURIER verwendet den Begriff „Islamischer Staat“ nicht, weil diese Terrorgruppe weder religiös motiviert noch ein Staat ist. Wir sprechen wie ihre Gegner von Daesch.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+