Schüler besuchen die Gedenkstätte Sandbostel ‒ und sind tief betroffen

Ein Ort wider das Vergessen

Das Stammlager in Sandbostel war in den Jahren 1939 bis 1945 ein Ort des Schreckens für mehr als 300 000 Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge. Viele starben wegen der erbärmlichen Lebensbedingungen.
02.05.2017, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Aus der Klasse 8 a/d der IGS Osterholz-Scharmbeck von Thilo Hößelbarth, Kevin Klonecki, Sebastian Lüfemann und Gustav Grünthal

Das Stammlager in Sandbostel war in den Jahren 1939 bis 1945 ein Ort des Schreckens für mehr als 300 000 Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge. Viele starben wegen der erbärmlichen Lebensbedingungen. 2004 wurde ihnen zum Gedenken die Stiftung „Lager Sandbostel“ gegründet. 2005 erwarb die Stiftung einen ersten Teil des Geländes mit neun Gebäuden; in den nachfolgenden Jahren konnten weitere Teilstücke und Gebäude angekauft werden. Das heutige Gelände der Gedenkstätte ist nur ein Teil des ehemaligen Lagergeländes. Der größte Teil wird privat genutzt.

Viele der Holz- und Steingebäude sind nicht mehr erhalten, da nach der Befreiung durch die britische Armee Baracken niedergebrannt werden mussten, um eine Typhusepidemie zu verhindern. Einige der Gebäude sind noch zu besichtigen, andere schon so zerfallen, dass sie nicht mehr betreten werden dürfen. Die Stiftung hat sich die Aufgabe gestellt, die historische Bausubstanz möglichst zu erhalten. Die Dauerausstellung ist auf zwei Gebäude aufgeteilt. In einem Gebäude wird die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers bis 1945 gezeigt und in dem anderen Gebäude die Nachkriegsgeschichte des Lagers. Jährlich besuchen circa 12 000 Menschen die Gedenkstätte, sagt Mitarbeiter Ronald Sperling. Viele davon sind Schüler. Es gibt verschiedene Angebote für Besucher, wie öffentliche Führungen an Sonntagen, und auch Führungen für Schulklassen, für die sich die Klassen anmelden müssen.

Neben den hauptamtlichen Mitarbeitern der Stiftung gibt es zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter, die sich am Erhalt des Lagergeländes und der pädagogischen Arbeit der Gedenkstätte beteiligen.

Die Gedenkstätte ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr, von März bis Oktober sonn- und feiertags von 12 bis 16 Uhr und in den Wintermonaten November bis Februar sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Öffentliche Rundgänge sind an jedem zweiten und vierten Sonntag eines Monats. Sie beginnen jeweils um 14 Uhr.

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