Gesellschaft der Freunde des Hasbruch bezieht nach 50 Jahren erstmals eigene Räumlichkeiten / Archiv geplant „Endlich haben wir auch eine Adresse“

Die Hasbruch-Freunde setzen sich seit fast 50 Jahren für den Erhalt des Naturschutzgebietes zwischen Delmenhorst und Oldenburg ein. Nun hat der Verein in Kühlingen erstmals in seiner Geschichte eigene Räume, die gestern feierlich vorgestellt wurden.
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„Endlich haben wir auch eine Adresse“
Von Mareike Meyer

Die Hasbruch-Freunde setzen sich seit fast 50 Jahren für den Erhalt des Naturschutzgebietes zwischen Delmenhorst und Oldenburg ein. Nun hat der Verein in Kühlingen erstmals in seiner Geschichte eigene Räume, die gestern feierlich vorgestellt wurden.

Nach fast 50-jährigem Bestehen hat der Verein der Gesellschaft der Freunde des Hasbruchs nun erstmals eigene Vereinsräume, die den Mitgliedern sowie Interessierten als Anlaufpunkt und Versammlungsort dienen sollen. Gestern wurden die Räumlichkeiten in Kühlingen offiziell vorgestellt.

In der ehemaligen Volksschule an der Kühlinger Straße stehen dem Verein nun etwa 50 Quadratmeter in der ersten Etage zur Verfügung. „Der einzige Nachteil ist, dass die Räume nicht barrierefrei zu erreichen sind“, sagte Gerold Sprung. Der erste Vorsitzende der Hasbruch-Freunde freute sich dennoch über die gute Lage des neuen Treffpunktes. „Wir sind hier am Rand des Hasbruch. Es ist also ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Führungen“, erklärte Sprung. Außerdem soll in den Räumen ein Archiv entstehen sowie Vorstands- und Beiratssitzungen abgehalten werden. Um einen dafür ausreichend großen Raum zu schaffen, wurde sogar eigens eine Trennwand entfernt. Sprung erzählte, dass in den 50 Jahren viele Unterlagen zusammengekommen seien. „Da ist dann ein Ordner bei mir, einer beim zweiten Vorsitzenden und einer beim Schriftführer. Jetzt können wir alles zentral lagern.“

Die Hasbruch-Freunde waren schon seit längerem auf der Suche nach einem Quartier. In der engeren Auswahl war auch die 2012 geschlossene Bildungseinrichtung Lutherstift in Falkenburg. „Da waren wir schon fast fündig geworden“, äußerte Sprung, „doch hier haben wir jetzt auch tolle Räume.“ Zukünftig plant der Verein in seinem neuen Sitz auch Seniorentreffen und den Aufbau einer Jugendgruppe. „Diese ehemalige Wohnung hilft dem Verein bei der Identifikation. Endlich haben wir eine Adresse“, freute sich der Vorsitzende. In dem Gebäude befinden sich außerdem noch ein Kindergarten und eine weitere Wohnung. Die Einrichtung wurde gespendet oder vom Verein günstig erworben. „Die gebrauchten Stühle sehen hier aus wie neu“, befand Sprung. Doch an ein paar Kleinigkeiten mangelt es noch. So hängt anstatt einer Lampe nur eine einsame Glühbirne von der Decke des Hauptraumes. Doch auch dafür fand sich gestern eine Lösung. „Wir wollen unseren Teil beisteuern und wenn ich mir die Lampe angucke, werden wir uns wohl am besten darum kümmern“, sagte Hudes Bürgermeister Axel Jahnz mit einem Augenzwinkern beim Anblick der Deckenbeleuchtung. Gerold Sprung nahm dieses Angebot gerne an: „Dann bringt uns Hude die Erleuchtung“, kommentierte er. Die Stimmung war fröhlich, und Sprung erklärte zum Schluss zuversichtlich: „Von heute an geht es mit vielleicht noch mehr Schwung weiter.“

Zusammen mit dem Verein freuten sich auch die Gemeinden Ganderkesee und Hude. „Die Hasbruch-Freunde sind eine ehrenamtliche Säule des Naturschutzes in der Region“, befand Ganderkesees stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler. Auch Jahnz beglückwünschte den Verein und betonte: „Hasbruch bedeutet für uns alle Naturschutz.“

Bei der feierlichen Vorstellung der neuen Unterkunft ließ Sprung auch die Geschichte des Vereins, der 1964 als Bürgerinitiative gegründet wurde, noch einmal Revue passieren. „Damals hatte kein Verein eigene Räume, aber mit einem Wandel in der Gesellschaft kam bei den Mitgliedern der Wunsch nach einer Anlaufstelle auf“, sagte er. Der Verein umfasst mittlerweile 251 Mitglieder und setzt sich für den Schutz des rund 630 Hektar großen alten Laubwaldreviers zwischen Delmenhorst und Oldenburg ein. Seit 1997 ist der Hasbruch als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

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