Bremen

Entwarnung für Bremer Vereine

Bremen. In den kommenden drei Monaten sollen in Bremen keine Turnhallen mehr in Flüchtlingsunterkünfte umgewandelt werden. Das sagte Staatsrat Jan Fries am Mittwoch in der Sportdeputation.
03.12.2015, 00:00
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In den kommenden drei Monaten sollen in Bremen keine Turnhallen mehr in Flüchtlingsunterkünfte umgewandelt werden. Das sagte Staatsrat Jan Fries am Mittwoch in der Sportdeputation. Er sei vorsichtig optimistisch, dass es bei den bisher genutzten Hallen bleibe – wenn die Ankunftszahlen der Flüchtlinge nicht anstiegen und keine anderen Unterkünfte ausfielen. Im Moment leben in 18 Sporthallen Flüchtlinge, sie bieten Platz für 1950 Menschen. Wann die Hallen an die Vereine zurückgegeben werden, konnte Fries nicht sagen. „Die Vereine fürchten, dass die Sporthallen mehrere Jahre lang wegfallen“, sagte Karoline Müller, Geschäftsführerin des Landessportbunds Bremen. Außerdem würden sie sich Sorgen über den Zustand der Hallen machen.

Unruhe gibt es auch bei den Flüchtlingen: Die Demonstration der Menschen, die in der ehemaligen Lützow-Kaserne in Schwanewede untergebracht sind, wird nach Einschätzung des DRK nicht die letzte gewesen sein. Anfang der Woche hatten dort rund 200 Flüchtlinge gegen die schleppende Bearbeitung ihrer Asylanträge protestiert. Zugleich kritisierten sie die Unterbringung in Schwanewede sowie in einzelnen Fällen den Umgang des Sicherheitspersonals mit den Flüchtlingen. Unterdessen mehren sich in den sozialen Medien die Stimmen derer, die solche Proteste für unangemessen halten.

KAA·PBR

Kommentar Seite 2·Berichte Seiten 9 und 14

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