Kommentar über Tourismus in der EU Den Erfolg der bisherigen Maßnahmen nicht gefährden

Nach Ischgl soll es nicht zu einem neuen Ausbruch des Virus an den Stränden von Mallorca oder Bali kommen. Die Zurückhaltung der EU-Innenminister ist gerechtfertigt, meint unser Korrespondent Detlef Drewes.
28.04.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Den Erfolg der bisherigen Maßnahmen nicht gefährden
Von Detlef Drewes

Der Urlaub 2020 fällt nicht aus. Ferienreisen aber schon. Das Fazit, das die für den Tourismus zuständigen Minister und Staatssekretäre der 27 Mitgliedstaaten am Montag zogen, klingt bitter. Denn das ist die Lage: Die Reise-Logistik liegt am Boden. Das weltweite Flugnetz ist zusammengebrochen. Hotels bleiben geschlossen, die Strände sind verwaist. Außenminister Heiko Maas, der sich sonst eher diplomatisch zurückhaltend auszudrücken pflegt, hat mit seinen Worten, es werde keinen normalen Urlaub geben können, vor allem eines ausgedrückt: Die Angst vor einer erneuten Infektionswelle.

Nach Ischgl soll es nicht zu einem neuen Ausbruch des Virus an den Stränden von Mallorca oder Bali kommen. Wie weit die Mitgliedstaaten von jeder touristischen Normalität entfernt sind, macht der Blick auf die aktuelle Situation klar. Bisher haben die Länder mit Grenzkontrollen und -schließungen reagiert. Erst am heutigen Dienstag beraten die EU-Innenminister über eine Strategie, wie man die Schlagbäume wieder hochfährt. Gegen die aufkommende Enttäuschung sei gesagt: Wer den Erfolg der bisherigen Maßnahmen nicht gefährden will, sollte Verständnis zeigen.

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