Kommentar über geschlossene Grenzen in der EU

Nichts Neues

Viele hatten auf einen Fahrplan für die Öffnung der Binnengrenzen in der EU gehofft. Doch das Papier, das Ursula von der Leyen am heutigen Mittwoch vorlegen wird, enttäuscht - meint Detlef Drewes.
13.05.2020, 05:00
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Von Detlef Drewes
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Mitten in Europa: Polnische Grenzpolizisten stehen mit Mundschutz auf der Brücke der Freundschaft, die den Grenzübergang zwischen dem deutschen Görlitz und der polnischen Nachbarstadt Zgorzelec markiert.

Sebastian Kahnert /dpa

Die Sehnsucht nach ein paar entspannten Wochen an den Stränden der griechischen, italienischen oder spanischen Inseln ist groß. Urlauber, Hoteliers, Reisebüros, Airlines – alle wünschen sich nichts mehr, als endlich wieder offene Grenzen und ohne Quarantäne-Beschränkungen reisen zu können. Doch das Coronavirus hat Spuren hinterlassen.

Die Hoffnung auf baldige Lockerungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten scheint genauso groß wie die Angst vor einer zweiten Pandemie-Welle, die durch eine verfrühte Aufhebung der Reisebeschränkungen ausgelöst werden könnte. Und so dürfte der Fahrplan, den die Europäische Kommission an diesem Mittwoch in Brüssel präsentiert, wohl weniger ein Freibrief für angstfreies Reisen sein, sondern vielmehr ein Beleg für die nach wie vor angespannte Situation in vielen Ländern der Union.

Wirklich Neues enthält das Tourismus-Papier nicht. Denn Fluggesellschaften, Hoteliers und Gastronomen haben längst begonnen, in ihren Fliegern, Zimmern und Gasträumen die Grundlagen für soziale Distanz zu schaffen und Vorkehrungen zur Desinfizierung zu treffen. Dazu bedurfte es dieses Dokuments gewiss nicht.

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