Kommentar über Impfpflicht für Kitas Fahrlässig

Die Gesundheit von Kindern darf der Staat nicht Eltern überlassen, die aus ideologischen oder welchen Gründen auch immer ihr eigenes Kind ungeimpft in die Kita schicken, meint Sabine Doll.
10.03.2019, 21:52
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Fahrlässig
Von Sabine Doll

Wer auf Medikamente oder eine ­andere Behandlung bei einer Er­krankung verzichtet, gefährdet meist nur sich selbst. Da kann durchaus mit der persönlichen Freiheit argumentiert ­werden. Bei Impfungen sieht das anders aus: Hier kann die persönliche Freiheit die Gesundheit der Allgemeinheit gefährden. Impfungen sollen die Schwächsten schützen. Bei Masern sind das Kinder, die ‒ weil sie erkrankt oder noch zu jung sind ‒ nicht geimpft werden dürfen. Säuglinge und Kleinkinder sind deshalb besonders ge­fährdet, sie können an Masern sogar sterben.

Die Gesundheit dieser Kinder darf der Staat nicht Eltern überlassen, die aus ideo­logischen oder welchen Gründen auch immer ihr eigenes Kind ungeimpft in die Kita schicken. Das ist fahrlässig.

Lesen Sie auch

Die Politik setzt bislang vor allem auf ­Aufklärung, das hat aber nicht allzu viel gebracht: Deutschland stellte 2015 über 60 Prozent der Masernfälle in der Europäischen Union. Zeit für einen anderen Weg. Den machen nun private Kitas vor, die nur noch ­Kinder aufnehmen, wenn Eltern die empfohlenen Schutzimpfungen vorweisen können.

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+