Ohlenstedt

Flüchtlingssituation ist Thema auf Erntefest

Ohlenstedt. Die Ortschaft Ohlenstedt hat am vergangenen Wochenende ihr 87. Erntefest gefeiert.
13.09.2015, 00:00
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Die Ortschaft Ohlenstedt hat am vergangenen Wochenende ihr 87. Erntefest gefeiert. Das Festkomitee um den Vorsitzenden Werner Stelljes hatte ein interessantes Drei-Tage-Programm vorbereitet. Der stellvertretende Bürgermeister Klaus Sass nutzte die Gelegenheit, um ein paar Worte zu einem Thema zu sagen, dass auf einem Erntefest sicherlich verwundert, mittlerweile aber alle bewegt.

„Immer mehr Menschen flüchten vor Krieg, Terror und Verfolgung“, sagte Sass. „Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht. Männer, Frauen, Familien mit Kindern. Hinter den Zahlen verbergen sich immer einzelne Menschen. Jede und jeder hat ein eigenes Schicksal. Aber eines eint sie alle: Niemand verlässt seine Heimat aus freien Stücken.“ Sass machte deutlich, dass er es gewesen war, der beim letztjährigen Erntefest die städtische Entscheidung übermittelt hatte, fünf Flüchtlinge in der alten Ohlenstedter Schule unterzubringen.

„Was habt ihr, was hat die Ortschaft in diesem Jahr gemacht“, fragte Sass und gab die Antwort gleich selbst. „Ihr wart für diese fünf Neubürger vom ersten Tag an da, habt ihnen beim Ankommen geholfen, beim Kontakt mit Ämtern, beim Erlernen der Sprache und bei den vielen alltäglichen Dingen, auf die es ankommt, wenn man in einer fremden Umgebung und Kultur neu anfängt. Das ist Offenheit und Toleranz. Das ist Willkommenskultur wie man sie sich wünscht. Für diese Kultur, für Toleranz und auch für Weltoffenheit steht die Ortschaft Ohlenstedt. Danke für dieses beispielhafte Verhalten.“

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