Kommentar über Hochschulpolitik

Für Forschung und Lehre

Viele Lehrende hangeln sich mit geringen Gehältern von Semester zu Semester. Dabei entdecken sie Neues und geben gleichzeitig ihr Wissen weiter. Diese Leistung würdigt der Staat zu wenig, meint Ina Bullwinkel.
03.05.2019, 19:46
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Für Forschung und Lehre
Von Ina Bullwinkel
Für Forschung und Lehre

Studenten verfolgen im Hörsaal einer Universität eine Vorlesung.

Gero Breloer/dpa

Es müsste attraktiv sein, an der Universität zu forschen und zu lehren. Nah am Puls der Wissenschaft zu arbeiten, stellt etwas Besonderes dar. Die Umstände dämpfen jedoch die Freude über den meist hart erkämpften Arbeitsplatz: Ein befristeter Vertrag löst den anderen ab, viele Lehrende hangeln sich mit geringen Gehältern von Semester zu Semester.

Dabei nehmen sie häufig eine verantwortungsvolle Doppelaufgabe wahr, entdecken Neues und geben gleichzeitig in Seminaren und Vorlesungen ihr Wissen weiter. Diese Leistung würdigt der Staat zu wenig. Dass sich Bund und Länder auf der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz geeinigt haben, Hochschulen und Universitäten dauerhaft zu fördern, ist ein wichtiger Schritt.

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Leider haben sie es versäumt, gleichzeitig höhere Sicherheit für die Beschäftigten zu schaffen. Ob und wie viele Stellen entfristet werden, liegt immer noch im Ermessen der Hochschulen. Die Angestellten hängen in der Luft. So geht man nicht mit Menschen um. Deutsche Unis sind auf die besten Absolventen angewiesen, doch um international mitzuhalten, müssen sie ihnen dann auch etwas bieten.

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