AfD-Vize: Gespräch war vertraulich Gauland kritisiert Reporter

Berlin. In einer Rundmail an die AfD-Mitglieder hat der stellvertretende Parteivorsitzende Alexander Gauland seine Sicht zum Interview mit der Äußerung über angebliche Vorurteile gegen den Fußballer Jérôme Boateng geschildert. In dem Schreiben warf er den Journalisten unter anderem vor, sich nicht an die vereinbarte Vertraulichkeit gehalten zu haben.
01.06.2016, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Berlin. In einer Rundmail an die AfD-Mitglieder hat der stellvertretende Parteivorsitzende Alexander Gauland seine Sicht zum Interview mit der Äußerung über angebliche Vorurteile gegen den Fußballer Jérôme Boateng geschildert. In dem Schreiben warf er den Journalisten unter anderem vor, sich nicht an die vereinbarte Vertraulichkeit gehalten zu haben.

„Ich hatte vorige Woche ein als vertraulich klassifiziertes Hintergrundgespräch mit zwei FAZ-Redakteuren“, schreibt Gauland. „Ich kann heute nicht mehr sagen, wer zuerst den Namen Boateng in den Mund genommen hat – ich bilde mir ein, es war einer der beiden FAZ-Redakteure, da mir der Name wie auch der Fußballsport weitgehend fremd sind“, so der AfD-Vize. „Dabei mag das Zitat von der Nachbarschaft gefallen sein.“ Er habe dem keine Bedeutung beigemessen, das Gespräch sei nicht zur Veröffentlichung bestimmt gewesen. André Poggenburg, AfD-Fraktionschef in Sachsen-Anhalt, verteidigte Gauland. Es seien leider Vorbehalte gegen Ausländer in der Bevölkerung zu verspüren. „Das festzustellen, dass das so ist, muss einfach erlaubt sein.“

Unterdessen sorgt die stellvertretende AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch für Kopfschütteln. Die Europaparlamentarierin warf Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, sie wolle die Nationalstaaten abschaffen und „in der EU auflösen“. Von Storch schlussfolgerte, dann werde es in Zukunft keine Fußball-Europameisterschaften mehr geben, sondern „nur noch EU-Bundesliga“.

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