Bremen/Hamburg Günthner rechnet mit Flussvertiefung

Bremen·Hamburg (ml). Bremens Wirtschafts- und Häfensenator Martin Günth-ner (SPD) ist nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Wasserrahmenrichtlinie optimistisch. Der Senator rechnet damit, dass nach Aufnahme des Verfahrens um die Weservertiefung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eine positive Entscheidung innerhalb eines Jahres fallen kann.
03.07.2015, 00:00
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Günthner rechnet mit Flussvertiefung
Von Michael Lambek

Bremens Wirtschafts- und Häfensenator Martin Günth-ner (SPD)

ist nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Wasserrahmenrichtlinie optimistisch. Der Senator rechnet damit, dass nach Aufnahme des Verfahrens um die Weservertiefung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eine positive Entscheidung innerhalb eines Jahres fallen kann. Es wäre schlecht für Deutschland und Europa, wenn Bremerhaven oder Hamburg nicht mehr von normalgroßen Schiffen im Weltseeverkehr angelaufen werden könnten, sagte der Senator am Donnerstag in einem Interview mit dem WESER-KURIER.

Ebenso optimistisch wie der Bremer Senator für die Weser sind in Hamburg die Kläger gegen die Vertiefung der Elbe. Die Naturschützer bezweifeln den herausragenden Nutzen einer Vertiefung der Elbfahrrinne. „Der Hamburger Hafen ist in den vergangenen sechs Jahren auch ohne Elbvertiefung gewachsen“, sagt etwa BUND-Landesgeschäftsführer Manfred Braasch. Vor allem aber sehen er und seine Mitstreiter de facto keine Chancen für die Behörden mehr, mit Nachbesserungen die Ausbauschäden an Flora und Fauna umfassend zu kompensieren: „Ein Ausgleich ist vielleicht theoretisch möglich, aber unrealistisch“, betont Braasch. Die Leipziger Richter hatten Ende 2014 zahlreiche Mängel beim Naturausgleich bemängelt. Interview und Bericht Seite 17

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