CDU stürzt ab

SPD gewinnt Wahl in Rheinland-Pfalz klar

Die SPD hat die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am Sonntag klar gewonnen. Sie könnte laut Hochrechnungen mit Grünen und FDP weiter regieren. Die CDU stürzt dagegen wohl auf ihr bisher schlechtestes Ergebnis ab.
14.03.2021, 18:09
Lesedauer: 2 Min
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Von dpa
SPD gewinnt Wahl in Rheinland-Pfalz klar

Die Spitzenkandidatin der SPD und Ministerpräsidentin von Rheinland Pfalz, Malu Dreyer, äußert sich nach den ersten Prognosen zum Ergebnis der Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz.

Arne Dedert

Die SPD kommt den Hochrechnungen zufolge auf 36,1 Prozent und verliert damit leicht gegenüber 2016. Damals wurde sie mit 36,2 Prozent stärkste Partei.

Die CDU liegt demnach bei 26,5 Prozent, was ein Minus von fast sechs Prozentpunkten gegenüber der letzten Wahl bedeutet (damals 31,8). Die Grünen können ihr Ergebnis auf 8,8 Prozent deutlich steigern (2016: 5,3). Die FDP liegt bei 5,6 Prozent (2016: 6,2), die AfD rutscht von 12,6 Prozent in 2016 auf 8,9 Prozent ab.

Den Hochrechnungen zufolge könnten die Freien Wähler erstmals in den Landtag einziehen. Sie liegen bei 5,9 Prozent. Die Linke verpasst den Einzug in den Landtag mit 2,5 Prozent.

Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz (14.03.2021)
Foto: dpa-infografik GmbH

Bei der Wahl 2016 war die SPD mit Dreyer klar stärkste Kraft geworden, obwohl die CDU mit der damaligen Spitzenkandidatin Julia Klöckner in Umfragen zuvor lange geführt hatte. Auch diesmal hatten die Umfragen lange die CDU - in dem Fall mit Baldauf - vorne gesehen, in den vergangenen Wochen veränderte sich dann das Bild.

2016 war die SPD auf 36,2 Prozent der Stimmen gekommen, die CDU auf 31,8 Prozent. Dahinter lag vor fünf Jahren die AfD mit 12,6 Prozent. Die FDP war seinerzeit mit 6,2 Prozent wieder in den Landtag zurückgekehrt, den Grünen gelang damals mit 5,3 Prozent knapp der Verbleib im Landtag.

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Die SPD regiert seit 1991 in Rheinland-Pfalz und damit so lange wie in keinem anderen westlichen Flächenbundesland. Dreyer steht seit 2013 an der Spitze der Landesregierung, damals folgte sie auf Kurt Beck. Sie ist die erste Frau in dem Amt in Rheinland-Pfalz.

Zur Stimmabgabe aufgerufen waren rund 3,1 Millionen Rheinland-Pfälzer. Schon vor der Öffnung der Wahllokale hatten wegen der Corona-Pandemie viele von der Briefwahl Gebrauch gemacht, der Anteil der Briefwähler war so hoch wie nie. Vor fünf Jahren lag er bei knapp 31 Prozent. Entscheiden konnten sich die Bürger diesmal zwischen zwölf Parteien und einer Wählervereinigung.

Dem Landtag in Mainz gehören in der Regel 101 Abgeordnete an. Erringt eine Partei aber mehr Direktmandate in den 52 Wahlkreisen, als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen würden, kommt es zu Überhang- und Ausgleichsmandaten. Dann ziehen auch für die anderen Parteien weitere Kandidaten in den Landtag ein, bis das Verhältnis wieder einigermaßen stimmt.

>> Auch in Baden-Württemberg wurde am Sonntag gewählt. Hier geht es zu den ersten Prognosen.

++ Aktualisiert um 21.18 Uhr ++

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