Kommentar zu Konversionstherapien Homo-Heilung gehört verboten

Schätzungen zufolge werden im Jahr tausend Menschen wegen Homosexualität „therapiert“. Das per Gesetz zu untersagen, ist überfällig, findet Imke Wrage. Zu heilen, was nicht heilbar ist, gehört verboten.
11.06.2019, 16:19
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Homo-Heilung gehört verboten
Von Imke Wrage

Schlimm genug, dass es Konversionstherapien im Jahr 2019 überhaupt noch gibt. Homosexualität sollte in einer aufgeklärten Gesellschaft als selbstverständlich gelten. Trotzdem versuchen sogenannte Homo-Heiler – Ärzte, Therapeuten und radikale Gläubige – mit dubiosen Umerziehungsmaßnahmen, Schwule und Lesben in Heteros umzupolen. Betroffene Menschen kann das in tiefe Krisen stürzen. Nicht selten, das belegen Beispiele, folgen Depression, Ängste oder Suizidgedanken.

Niemand sollte seine sexuelle Orientierung verleugnen müssen, um in der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Homosexualität ist weder Krankheit noch psychische Störung, die mit Dämonenaustreibung oder Ölsalbung wegtherapiert werden kann. Homosexualität ist auch keine Sünde, sie ist nicht schmutzig oder falsch.

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Die Konversionstherapie, deren Erfolg wissenschaftlich nicht belegt ist, ist menschenunwürdige und pseudotherapeutische Abzocke, der Begriff eine Beschönigung für körperliche und seelische Folter. Zu heilen, was nicht heilbar ist, gehört verboten. Die Therapie per Gesetz zu untersagen, ist überfällig. Rechtlich muss sie als das geahndet werden, was sie ist: eine Form der Körperverletzung.

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