Kommentar über Arztbesuche in Corona-Zeiten

Mit dem Arztbesuch nicht zögern

Notwendige Untersuchungen dürfen nicht aufgeschoben werden. Es geht jetzt darum, schnell wieder Maß und Mitte zu finden. Vernunft ist auch hier der beste Ratgeber, meint Hans-Ulrich Brandt.
30.05.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Mit dem Arztbesuch nicht zögern
Von Hans-Ulrich Brandt
Mit dem Arztbesuch nicht zögern

Auch in der Corona-Krise sollten notwendige Untersuchungen nicht aufgeschoben werden.

C3336 Klaus Rose /dpa

Mit dem Gang zum Arzt sind die Bundesbürger eigentlich alles andere als zurückhaltend. Auf etwa 18 Arzttermine im Jahr beläuft sich die durchschnittliche Zahl. Dänen und Niederländer hingegen kommen mit etwa sieben Besuchen aus. Doch das Coronavirus hat diesen Trend gedreht. Waren vor der Pandemie die Wartezimmer meist überfüllt, die Wartelisten auf einen Termin beim Facharzt lang und selbst Notaufnahmen überlaufen, bleiben jetzt die Patienten weg. Um bis zu 80 Prozent weniger Termine sind es, besonders zum Kardiologen und zum Zahnarzt trauen sich viele nicht mehr. Mediziner warnen vor verschleppten Krankheiten und Spätfolgen.

Nicht wegen jedem Zipperlein ist ein Arztbesuch nötig, doch auch in Pandemie-Zeiten gilt: Notwendige Untersuchungen dürfen nicht aufgeschoben werden. Gerade chronisch Kranke sollten nicht zögern. Ärzte und Krankenhäuser tun alles, um eine Infektion so weit wie möglich auszuschließen. Wartezeiten in überfüllten Vorzimmern können durch gutes Terminmanagement verhindert werden. Vernunft ist auch jetzt der beste Ratgeber. Wer zum Friseur geht, sollte sich auch vor einem Arztbesuch nicht scheuen.

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