Polizeihubschrauber beim G20-Gipfel Airbus-Airport als Schaltzentrale

In Hamburg wird es zum Gipfel laut werden: Planmäßig sind zum G20-Treffen 17 Hubschrauber über Hamburg im Einsatz – fünf davon starten und landen vom Airbus-Flugplatz im Stadtteil Finkenwerder.
01.07.2017, 15:43
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Wolfgang Stephan

Für die in ihrer Stadt verbliebenen Hamburger wird der Gipfel laut werden: Planmäßig sind zum Treffen der Staats- und Regierungschefs in der nächsten Woche 17 Hubschrauber über Hamburg im Einsatz – fünf davon starten und landen vom Airbus-Flugplatz im Stadtteil Finkenwerder, auch die GSG 9 wird von Finkenwerder aus in den Einsatz kommen.

Nach WESER-KURIER-Informationen ist Finkenwerder nur als Ausweichflughafen für die ankommenden Staatsgäste vorgesehen – falls es am Hamburg Airport unvorhergesehene Probleme gibt. Planmäßig dagegen werden fünf der insgesamt 17 eingesetzten Polizeihubschrauber auf dem Airbus-Flughafen südlich der Elbe stationiert. Auch am Himmel wird es nämlich eng, obwohl die Sicherheitsbehörden eine Flugverbotszone eingerichtet haben: In einem Radius von 57 Kilometern über Hamburg dürfen nur die zivilen Linien- und Chartermaschinen nach Fuhlsbüttel, Rettungshubschrauber und der Airbus-Lieferverkehr fliegen.

Überwacht wird der Luftraum von „Nationalen Lage- und Führungszentrum für Sicherheit im Luftraum“ der Bundeswehr beim Nato-Luft-Operationszentrum am niederrheinischen Standort Kalkar/Uedem. Sollten nicht berechtigte Flieger in der Sperrzone auftauchen, sollen die Polizeihubschrauber direkten Funkkontakt aufnehmen und den Eindringling aus der Sperrzone leiten. Sollte es Probleme geben, stehen Kampfjets der Bundeswehr bereit.

Die Polizeihubschrauber sind in der kommenden Woche in Finkenwerder stationiert, mindestens vier von ihnen sind ständig in der Luft, denn der Himmel über Hamburg ist in vier Zonen eingeteilt, die jeweils von einem Hubschrauber überwacht werden – unabhängig von den Einsätzen der Hubschrauber bei der An- und Abreise der Staatsgäste.

Der Flughafen ist als Sonderlandeplatz ausgewiesen, auf dem normalerweise nur Airbus-Flugzeuge und die Flieger einer Luftsportgruppe starten oder landen. Auf der 3,18 Kilometer langen Start- und Landebahn könnten problemlos auch die Maschinen der Staatsgäste abgewickelt werden – für die A 380 wurde die Startbahn 2006 entsprechend um gut 500 Meter verlängert.

Auch die GSG 9, die Spezialeinheit der Bundespolizei, wird von Finkenwerder aus operieren. Die GSG 9 ist in erster Linie eine Antiterroreinheit – bekannt vor allem durch die Geiselbefreiung aus dem entführten Lufthansaflugzeug „Landshut“ 1977 in Mogadischu.

Die Bundespolizei ist mit 3800 Einsatzkräften aktiv, die vor allem bei der An- und Abreise der Gäste am Flughafen und für die Sicherung der Bahnanlagen verantwortlich sind. Die Bahngleise werden in und um Hamburg schon seit Tagen überwacht, jeder Zug soll von Polizisten begleitet werden.

Auch die Bundeswehr ist beim Gipfel im Einsatz: Aus den Kasernen in Uelzen und Lüneburg wird das Essen für die Bundespolizei geliefert.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+