Niedersachsen legt Modell vor Weil fordert Klarheit bei Energiepreis-Deckel

Am Dienstag wollen Bund und Länder über den weiteren Kurs in der Energiekrise beraten. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat nun Klarheit beim angekündigten Energiepreis-Deckel gefordert.
03.10.2022, 18:31
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von dpa

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) fordert Klarheit, wie der von der Bundesregierung angekündigte Abwehrschirm gegen die gestiegenen Energiepreise umgesetzt werden soll. Mit einem aus Niedersachsen vorgelegten Modell könne zeitnah für Entlastungen bei Verbrauchern und Unternehmen gesorgt werden, sagte Weil in einer am Montag verbreiteten Mitteilung.

Nach dem Modell soll beispielsweise der Staat die Hälfte der Gas-Preissteigerung übernehmen. Der Gas-Verbrauch des Vorjahres soll dabei als Grundlage genommen werden. Von der Preissteigerung sollen die Verbraucher die andere Hälfte übernehmen, die ihren Anteil durch Sparanstrengungen dann aber verringern könnten.

Weiter sagte Weil: „Darüber hinaus benötigen wir aber auch umgehend Lösungen für die Großindustrie, die international wettbewerbsfähig bleiben muss – das kann nur und muss deshalb auf Bundesebene geregelt werden.“

Lesen Sie auch

Am Dienstag beraten Bund und Länder über den weiteren Kurs in der Energiekrise. Dort müsse die konkrete Lastenverteilung zwischen Bund und Ländern besprochen werden, sagte der SPD-Politiker.

Die Länder würden aber auch eigene Schutzschirme aufspannen müssen, beispielsweise um übergangsweise denjenigen gezielt zu helfen, die - noch bevor die Energiepreisbremsen greifen – in Existenznöte geraten, betonte Weil. Dazu gehörten insbesondere zielgenaue Hilfen für kleine und mittlere Betriebe, Sport- und Kulturvereine, Krankenhäuser und Altenheime.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+