Bildung Deutliches Süd-Nord-Bildungsgefälle in Deutschland

Gütersloh. In den PISA-Bildungsstudien für Deutschland stehen Bayern, Baden- Württemberg und Sachsen immer ganz oben. Diese Ergebnisse bestätigt nun auch der Lernatlas des lebenslangen Lernens für die mehr als 400 deutschen Kreise und Städte, mit einigen Ausnahmen.
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Gütersloh. In den PISA-Bildungsstudien für Deutschland stehen Bayern, Baden- Württemberg und Sachsen immer ganz oben. Diese Ergebnisse bestätigt nun auch der Lernatlas des lebenslangen Lernens für die mehr als 400 deutschen Kreise und Städte, mit einigen Ausnahmen.

Der am Montag vorgestellte Lernatlas der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh beschreibt ein deutliches Bildungsgefälle vom Süden bis zum Nordosten Deutschlands. Bayern und Baden-Württemberg sind dabei ganz oben, dahinter folgen Regionen in Sachsen, Rheinland-Pfalz und Hessen, ganz am Ende steht Mecklenburg-Vorpommern. Bei den Stadtstaaten liegt Hamburg vor Berlin und Bremen.

Im Internet können sich Interessierte jetzt über die Bedingungen für ein lebenslanges Lernen in den 412 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten informieren. Für die Studie wurden Statistiken und Analysen ausgewertet. Dabei geht es aber nicht nur um die Schulen, sondern auch um das berufliche, soziale und persönliche Lernen.

Unter den größten Städten Deutschlands bietet München insgesamt die besten Lernbedingungen, bei den mittleren und kleineren kreisfreien Städten liegen Erlangen und Bamberg vorn. Unter den ländlichen Regionstypen schneiden die Kreise Würzburg, Main-Spessart und Miesbach am besten ab.

Besonders ausgeprägt ist das Nord-Süd-Gefälle beim "Schulischen Lernen". Deutschlands Lernhauptstädte und beste Lernregionen liegen vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen, aber auch Thüringen schneidet gut ab. Nachholbedarf bestehe im Osten beim "Sozialen Lernen". Viele Regionen im Osten würden 20 Jahre nach der Einheit beim sozialen Engagement hinterherhinken.

Der Lernatlas weist auch nach, dass die Lernumfelder auf dem Land oft besser als in den Städten sind. Das gilt aber nicht für das "Persönliche Lernen", also für das kulturelle Angebot und die Möglichkeiten, sich etwa an Volkshochschulen oder über ein schnelles Internet weiterzubilden.

Die Studie stützt zwar weitgehend den vermuteten Zusammenhang von regionaler Wirtschaftskraft und Bildungsmöglichkeiten. Zugleich werden aber auch Ausnahmen genannt. Darunter sind Städte wie Dresden, Jena, Kaufbeuren und Rosenheim sowie die Landkreise Trier-Saarburg oder Amberg-Sulzbach.

"Wo lebenslang gelernt wird, sind die Menschen glücklicher, das Zusammenleben sozial gerechter und die Gesellschaft wohlhabender", sagte Jörg Dräger vom Vorstand der Stiftung. Der Lernatlas verdeutliche, dass Lernen mehr als Schule sei. (dpa)

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