Bundeswehr DIHK-Präsident hält Bundeswehr für «Sanierungsfall»

München. Die Bundeswehr ist nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Hans Heinrich Driftmann, ein «Sanierungsfall».
29.08.2010, 10:00
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München. Die Bundeswehr ist nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Hans Heinrich Driftmann, ein «Sanierungsfall».

«Die Armee muss sich dringend den neuen Anforderungen stellen», sagte Driftmann, der auch Vize- Vorsitzender der Expertenkommission zur Reform der Bundeswehr ist, dem Nachrichtenmagazin «Focus».

Driftmann, der vor seinem Eintritt in das Unternehmen der Familie seiner Frau bei der Bundeswehr und im Verteidigungsministerium Karriere gemacht hat, sagte weiter: «Wir haben heute eine relativ große Armee ­ allerdings sind von den 250 000 Soldaten auf dem Papier faktisch nur maximal 8000 einsatzbereit. Mehr kann man zum Beispiel gar nicht gleichzeitig in Auslandseinsätze schicken. Das ist bitter wenig.»

Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung mit seinen 8500 Mitarbeitern sei wesentlich größer als die Einkaufsabteilungen selbst in deutschen Großunternehmen. Diese wickelten vergleichbare Volumen mit gerade mal zehn Prozent des Personals ab. «Der Tanker Bundeswehr ist zu schwerfällig. Er muss schlanker und effizienter werden», sagte Driftmann.

«Das gilt auch für das Ministerium: Wir haben in der Kommission konkrete Vorstellungen davon, wie man das Verteidigungsministerium verschlanken muss. Das ist ja sehr, sehr groß. Das kann man leicht halbieren.» Die Führungsstäbe der Teilstreitkräfte gehörten nicht ins Ministerium. (dpa)

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