Kommentar zur RAF Eine Mahnung

Die RAF lebt, nach Adam Riese und den Jahrgängen der jüngsten Generation kann das nicht ernsthaft erstaunen. Dass ein RAF-Trio wie aus dem Nichts auftaucht, ist indes mehr als ein Echo aus finsterer Vergangenheit. Ein Kommentar.
19.01.2016, 21:35
Lesedauer: 1 Min
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Eine Mahnung
Von Silke Hellwig

Die RAF lebt, nach Adam Riese und den Jahrgängen der jüngsten Generation kann das nicht ernsthaft erstaunen. Dass ein RAF-Trio wie aus dem Nichts auftaucht, ist indes mehr als ein Echo aus finsterer Vergangenheit.

Es ist eine Mahnung: Die Terroristen sind allmählich in Vergessenheit geraten, obgleich womöglich Mörder unter ihnen und auf freiem Fuß sind. Andere Anschläge, monströsere Taten haben dazu beigetragen: Seit September 2001 hat sich der Kreis der auf Anhieb Verdächtigen samt ihrer Motive deutlich minimiert – fahrlässigerweise, wie die Blutspur, die der NSU durch die Republik zog, nicht grausiger hätte vor Augen führen können.

Die RAF ist zurück, aber nur, weil das Trio offenbar Geldtransporter überfallen hat. Woher es kam, wohin es ging, scheint vollkommen im Dunkeln zu liegen. Vermutet wird, dass es ihm nur darum ging, Geld zu beschaffen. Selbst wenn: Wie weit es dabei zu gehen bereit ist, ist unmöglich abzusehen.

Und so drängt sich die Frage auf, wie der Lichtkegel aussehen mag, mit dem deutsche Sicherheitsbehörden und der Verfolgungsapparat ins Dunkel spähen. Ist er klein oder winzig?

silke.hellwig@weser-kurier.de

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